Doch Skimming könnte bald der Vergangenheit angehören. Wie der europäische Ableger von Visa Card mitteilt, wollen deutsche Banken in den nächsten Monaten rund 34 Millionen neue Girokarten einführen. Die V-Pay-Girocard von Visa Europe verhindert den Betrug durch Skimming am Geldautomaten, da die Karte nicht mehr mit einem Magnetstreifen arbeitet, sondern mit einem verschlüsselten Chip. Die Daten auf dem Chip lassen sich nicht einfach kopieren wie ein Magnetstreifen. „Mit der V-Pay-Karte werden alle sicherheitsrelevanten Zahlungstransaktionen per Chip und Pin-Nummer abgewickelt. Lediglich Zusatzservices wie Kontoauszugsdrucker oder Türöffner bleiben magnetstreifenbasiert“, so Ottmar Bloching, Geschäftsführer von Visa Europe in Deutschland. Wie sicher die Technologie ist, zeigt die makellose Bilanz: „Seit Einführung von V-Pay im Jahr 2007 ist kein einziger Betrugsfall durch Skimming in Europa berichtet worden“, sagt Bloching. Die Funktionsweise ist simpel und entspricht genau dem bisherigen Verfahren: Die Karte wird in den Geldautomat gesteckt, die Pin eingegeben und die Zahlung anschließend bestätigt.
V-Pay basiert auf einem speziellen Chip, den Visa explizit für die hohen Sicherheitsbedürfnisse von europäischen Verbrauchern, Handel und Banken konzipieren ließ. In Europa ist die sogenannte EMV-Technologie, mit der der Chip arbeitet, an Kassenterminals, im Handel und an Geldautomaten weit verbreitet. Auf anderen Kontinenten spielt dagegen der Magnetstreifen noch die führende Rolle. Mit Girokarten von V-Pay können Verbraucher also vorrangig in Europa bezahlen oder Geld abheben – ein Manko, weswegen zahlreiche deutsche Banken unter anderem noch zögern, die Technologie einzuführen. Derzeit läuft die Umstellung von Magnetstreifen- auf chipbasierte Girokarten bei der
Postbank, der DZ Bank – und der WGZ Bank, BW Bank, Landesbank Berlin sowie ersten Sparkassen, etwa in Jena oder der Sparkasse Niederbayern Mitte. In Europa wird die Karte bereits in Italien, Frankreich und Bulgarien ausgegeben.