Damit Bankkunden ein preiswertes und funktionsgerechtes Girokonto finden, sollten sie auf folgende Kostenpunkte besonders achten:
- Kontoführung: Je nach Kontenmodell berechnen einige Banken für die monatliche Kontoführung bis zu zehn Euro (Berliner Bank), was eine Jahresgebühr von 120 Euro verursacht. Direktbankkunden und Nutzer von Onlineangeboten klassischer Filialbanken kommen in vielen Fällen ohne Gebühren aus.
- EC-Karte: Die inzwischen in Maestro-Karte umgetaufte Bankkarte gibt es bei den meisten Instituten als kostenlose Erstkarte. Benötigen zum Beispiel Eheleute eine Zweitkarte, wird dafür manchmal eine Gebühr berechnet, etwa bei der Postbank in Höhe von sechs Euro, bei der Aachener Bank sind es 7,50 Euro. Die meisten Banken geben die EC-Partnerkarte allerdings gratis heraus.
- Kreditkarten: Die Nutzung von Kreditkarten ist häufig nur im ersten Jahr gebührenfrei. Danach sind in der Regel 20 bis 30 Euro pro Jahr für Master- oder Visa-Carten fällig. Clevere Bankkunden suchen nach einem kostenlosen Girokonto, dass Kreditkarten gratis zum Konto offeriert, etwa die Norisbank oder auch viele PSD- und Sparda-Banken. Um eine Gebühr für die Partnerkarte kommt man aber nur selten herum.
- Überziehungszinsen: Wer öfter mal sein Konto überzieht, der sollte auf günstige Dispo-Zinsen achten. Hier bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Geldhäusern. Günstige Banken berechnen aktuell zwischen 6,5 bis 8,5 Prozent Überziehungszins (Deutsche Skatbank, DAB Bank, DKB Bank, Ethikbank, Volksbank Eisenberg), teure Banken wie die Commerzbank fordern mehr als 13 Prozent. Tipp: Kundenfreundliche Onlinekonten ermöglichen das eigenhändige Verändern des Dispokredit-Rahmens via Internet (ING-Diba).
- Geldabheben: Hier lauert eine teure Kostenfalle. Während das Abheben an bankeigenen Automaten in der Regel kostenlos ist, zahlt man an fremden Automaten Gebühren zwischen drei und fünf Euro. Institute wie die PSD Banken, die Sparkassen oder die deutschen Großbanken werben mit einem dichten Netz an eigenen Filialen bzw. Partnerautomaten, bei denen das Geldziehen gebührenfrei ist. Dennoch passiert es immer wieder, dass man unterwegs keine eigene oder angeschlossene Partnerfiliale findet – dann lässt sich gebührenpflichtiges Abheben nicht umgehen. Besser haben es Kontoinhaber mit angeschlossener Visa-Card, die das kostenlose Geldabheben in der Euro-Zone oder gar weltweit ermöglicht (DKB Bank). Die aufwendige Suche nach einem passenden Geldautomaten entfällt damit ebenso wie lästige Gebühren.
- Tagesgeld: Als Notgroschen bzw. um freie Gelder eine zeitlang zu parken, lohnt ein Tagesgeldkonto. Ist dieses hoch verzinst, erwirtschaftet die Finanzreserve attraktive Erträge. Spartipp: Lohnenswert ist, überschüssiges Geld am Monatsende vom Girokonto auf das höher verzinste Tagesgeldkonto zu übertragen – bei kundenfreundlichen Instituten geht dies per Dauerauftrag oder Sparplan. Tipp: Attraktive Tagesgeldkonten verzinsen sich aktuell mit mindestens zwei Prozent (Bank of Scotland, Noa Bank oder Santander Direct Bank).
- Dauerauftrag: Manches Girokonto berechnet für die Einrichtung, Änderung oder Löschung eines Dauerauftrags Pauschalgebühren von 1,50 Euro. Bei zehn Änderungen im Jahr sind bereits 15 Euro fällig. Kundenfreundliche Onlinekonten verzichten auf diese Gebühr, etwa Comdirect oder Postbank.