Viele Verbraucher ärgern sich über die Gebühren ihres Girokontos. Allein für Kontoführung berechnen Banken oft fünf oder sechs Euro im Monat, die Kreditkarte kostet 20 bis 30 Euro im Jahr, die Partnerkarte noch einmal halb so viel. Und das Geldabhaben an Fremdautomaten schlägt je nach Geldbetrag mit drei bis fünf Euro pro Transaktion zu Buche. Schnell erreichen die Geldkosten einen dreistelligen Jahresbetrag. Wie der Girokontenvergleich auf Biallo.de zeigt, bezahlen Kunden der Berliner Bank bei durchschnittlicher Kontennutzung rund 160 Euro im Jahr, bei der Sparkasse Frankfurt am Main gut 150 Euro und bei der Hamburger Volksbank etwa 130 Euro.
Doch es geht auch anders. Clevere Bankkunden finden vor allem bei Direktbanken gebührenfreie Konten mit umfassendem Geldservice, das gleiche gilt für onlinegeführte Girokonten bei Filialbanken. Allerdings bieten nur wenige Geldhäuser kostenlose Girokonten ohne Wenn und Aber. Ohne Nebenbedingungen kommen zum Beispiel die
Augsburger Aktienbank,
Comdirect,
DKB und Netbank aus. Viele Banken stellen für die Gebührenfreiheit ihrer Girokonten jedoch Bedingungen. So fordern
Commerzbank, DAB Bank,
Hypovereinsbank und
Postbank zumeist einen regelmäßigen Gehaltseingang. Andere Anbieter schreiben für bestimmte Konten ein stetes Mindestguthaben vor, andernfalls kostet das Konto Gebühren. Die Citibank-Nachfolgerin Targobank verlangt für das Citibest-Konto ein Durchschnittsguthaben von 2.500 Euro und die Stadtsparkasse München für ihr Direktkonto von 1.500 Euro.
Große Kostentreiber
Die Kontoführung schlägt bei einigen Banken mächtig ins Kontor: So berechnet die Berliner Bank 10 Euro pro Monat als Kontopauschale, die Sparkasse Wilhelmshaven 8,90 Euro. Bankkunden sollten ihr Geldhaus fragen, ob es gebührenfreie Konten führt bzw. mit welchen Maßnahmen sich Gebühren einsparen oder umgehen lassen, etwa durch Gehaltseingang oder Sparguthaben.