Auch die Postbank will ab Anfang Februar ihre Geldautomaten so umprogrammieren, dass fehlerhafte Chip-Karten automatisch repariert werden. Bis spätestens Ende Februar sollen alle Geldautomaten der Postbank mit der Update-Funktion ausgestattet sein.
Von der Fehlfunktion seit Jahresbeginn waren knapp 30 Millionen Karten betroffen, davon mehr als 26,5 Millionen EC- und knapp 3,5 Millionen Kreditkarten. Hauptleidtragende sind die Kunden von Sparkassen und Landesbanken mit rund 20 Millionen defekten Karten. Rund 15 Prozent aller Kunden der Genossenschaftsbanken haben Probleme mit ihren EC-Karten, die Kreditkarten waren nicht von der Panne betroffen.
Weiterhin Einschränkungen bei Karteneinsatz im Ausland
Im Ausland bestehen beim Einsatz einer EC-Karte mit schadhaftem Chip noch immer teilweise Einschränkungen. Die Bankenverbände bemühen sich speziell in den Hauptreiseländern darum, die Probleme möglichst rasch zu beseitigen. Kunden, die demnächst ins Ausland reisen, sollten sich eine Ersatzkarte besorgen. Wer bei der Beschaffung von Bargeld erhöhte Kosten hat, soll sie von seiner Bank oder Sparkasse erstattet bekommen, hatten Verbände und einzelne Banken zugesagt.
Den Kunden der Commerzbank, deren EC-Karten ebenfalls von dem Softwarefehler betroffen waren, bietet die Bank an, eine kostenlose Kreditkarte zu bekommen, sofern sie noch keine haben – damit sie auch im Ausland bei Kasse bleiben und problemlos Bargeld abheben können. Die Bank übernimmt die Gebühren für die zweijährige Laufzeit der Kreditkarte. Zudem werden die Kosten übernommen, soweit sie die Gebühren von EC-Karten-Transaktionen im Ausland übersteigen. Nach Angaben der Bank war nur ein geringer Teil der Commerzbank-Kunden von der Kartenpanne betroffen.