Skimming
Wird ein Bankkunde bei der Pin-Eingabe ausgespäht, seine EC-Karte ausgelesen und eine Kartendublette im Ausland eingesetzt, dann haftet der Kunde auch weiterhin nicht. „Hier ist der Schaden eindeutig zuweisbar“, sagt BdB-Sprecherin Kerstin Altendorf.
Überweisungsdauer
Bisher und noch bis Ende 2011 dürfen sich Banken ab dem Eingang der Überweisung maximal drei Bankarbeitstage Zeit lassen; in Deutschland geht es auch heute meist schon schneller. Ab 2012 muss das Geld dann am Folge-Bankarbeitstag überwiesen worden sein. Um das zu gewährleisten, so argumentieren die Banken, könnten Zahlungen künftig allein mittels der Kundenkennungen Kontonummer (IBAN) und Bankleitzahl (BIC) ausgeführt werden.
Die IBAN kann bis zu 34 Stellen umfassen, die BIC bis elf. Ein Abgleich mit dem Empfängernamen wird nicht mehr vorgenommen. Im Online-Banking ist dieses Vorgehen schon heute Standard, nicht aber bei beleghaften Überweisungen. „Kunden müssen daher genau aufpassen, dass sie sich nicht verschreiben“, sagt Michaela Roth vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).
Geltungsbereich
Umgehen können die Kunden die neuen Geschäftsbedingungen nicht, denn für alle Banken in Deutschland gilt das neue Recht aus der EU-Zahlungsdiensterichtlinie. Sie setzt den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (kurz SEPA: Single Euro Payments Area) in die Realität um. Denn bislang konnte der Euro zwar als gemeinsame Währung im baren Zahlungsverkehr vieler EU-Staaten eingesetzt werden. Der unbare Zahlungsverkehr dagegen war bisher noch stark fragmentiert. Mit SEPA soll sich das ändern.