Targobank machte aus der Not eine Tugend
Die ING-Diba ist freilich nicht die erste Bank, die fürs Online-Banking eine Sicherheitsgarantie abgibt. Die
Targobank (früher Citibank) hat Vergleichbares bereits Ende Juni 2007 eingeführt. Für die kostenlose Garantie muss man sich bei der Bank registrieren. Die Targobank hatte damit aus der Not eine Tugend gemacht, denn noch bis ins Jahr 2010 hinein hatte die Bank lediglich das als überholt geltende Pin-/Tan-Sicherungsverfahren im Angebot. Mittlerweile hat sie aufs i-Tan-Verfahren, das aber ebenfalls als anfällig gilt, und das als recht sicher geltende M-Tan-Verfahren umgestellt. Anders als bei der ING-Diba ist die Sicherheitsgarantie zwar nicht Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Es gebe aber keinerlei Pläne, die Sicherheitsgarantie auslaufen zu lassen, so ein Sprecher der Targobank.
Tipp: Online-Banking-Kunden der Targobank ist zu empfehlen, sich unbedingt für die Sicherheitsgarantie zu registrieren. Denn wer das nicht macht, der muss damit rechnen, bei einem Schadensfall vor Eingang der Sperranzeige mit 150 Euro zu haften, so sehen es die AGB der Targobank vor. Wer grob fahrlässig gehandelt, etwa seine Pin im Computer gespeichert oder anderen Leute bekannt gegeben oder per E-Mail verschickt hat, läuft sogar Gefahr, voll für den Schaden zu haften. „Wenn sich ein Kunde registriert hat, gilt die Sicherheitsgarantie uneingeschränkt“, erläutert Sprecher Peter Herkenhoff: "Bei Fahrlässigkeit – auch bei grober Fahrlässigkeit – haften die Kunden grundsätzlich nicht".
Per Kontenticker Transaktionen im Blick
Wer sich als Targobank-Kunde für die Online-Sicherheits-Garantie entscheidet, bekommt folgenden Schutz: Sollte ihm ein
finanzieller Schaden im Online-Betrug geschehen, weil Dritte unbefugt über sein Geld verfügt haben, erstattet die Targobank den verfügten Betrag. Das gilt auch für missbräuchliche Transaktionen infolge von Phishing, Pharming und Trojanern. Voraussetzung für das Greifen der Sicherheitsgarantie ist, dass die Kunden die missbräuchliche Verwendung von Zugangsdaten bzw. Tans der Bank unverzüglich melden, eine Strafanzeige wegen des Missbrauchs erstatten und die Bank bei der Aufklärung unterstützen. Über einen kostenfreien Kontenticker erhalten die Kunden außerdem einen zusätzlichen Schutz: Sobald über das Konto eine Transaktion läuft, bekommt der Kunde eine SMS aufs Handy geschickt. Unbefugte Abhebungen bekommt ein Kunde daher sehr schnell mit.
Tipp: Online-Banking-Kunden sollten bei ihrer Bank nachfragen, ob sie eventuell auch eine Sicherheitsgarantie abgibt. Derzeit sind diese Garantien allerdings noch nicht weit verbreitet. Für sicheres Online-Banking empfiehlt es sich, unbedingt auf moderne Verfahren wie M-Tan oder Chip-Tan/E-Tan zu wechseln, sofern die eigene Bank das anbietet.