Abrufkredite funktionieren ähnlich wie der Dispo des Girokontos: Die Bank stellt auf Antrag einen flexiblen Kreditrahmen zur Verfügung, den man nach Belieben beanspruchen kann. Wichtig ist es, Einschränkungen bei der Kreditlinie zu beachten. In der Regel räumen Geldinstitute Darlehensrahmen zwischen 2.500 und 25.000 Euro ein. Manche Banken zeigen sich großzügiger, etwa die Commerzbank mit bis zu 40.000 Euro Darlehenssumme. Wie viel Kredit der Bankkunde letztlich in Anspruch nimmt, ist seine Sache. Theoretisch wäre auch eine Kreditaufnahme von 20 oder 50 Euro möglich. Positiv: Die Eröffnung der Kreditlinie ist kostenlos, Zinsen fallen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag an. In seltenen Fällen werden Bearbeitungsgebühren erhoben, etwa bei der Deutschen Bank mit 1,0 Prozent pro jeweiliger Verfügung.
Flexible Rückzahlung
In der Regel ist die Tilgung frei wählbar. Manchen Banken genügt es, wenn nur Zinsen gezahlt werden, zum Beispiel der
ING-Diba. Andere Geldhäuser fordern eine geringe monatliche Mindesttilgung, etwa die Credit Europe Bank oder die Volkswagen Bank direkt. Die Tilgungshöhe liegt meist zwischen ein und zwei Prozent der Kreditsumme, Minimum 50 Euro. Die Commerzbank stellt mit drei Prozent oder 99 Euro etwas höhere Rückzahlungsforderungen. Vorteil: Im Gegensatz zum
Ratenkredit können Kreditnehmer jederzeit ohne erneute Bonitätsprüfung auf ihren Kreditrahmen zugreifen. Zudem sind Sondertilgungen beliebig oft und in unbegrenzter Höhe erlaubt.