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Autokosten

Wer sich nicht rechtzeitig trennt, zahlt drauf

09.12.2011 08:00
Von Anja Lang
Das Durchschnittsalter der deutschen PKW liegt heute bei 8,1 Jahren. Viele Autofahrer glauben, dass sie Geld sparen, wenn sie ihren Wagen möglichst lange fahren. Das ist allerdings ein Trugschluss, wie die Untersuchung einer Prüforganisation belegt.
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Besitzer alter Autos müssen mitunter besonders tief in die Tasche greifen, da die Reparatur- und Wartungskosten rasch in astronomische Höhen steigen - das ergab eine Kostenanalyse der Prüforganisation Dekra. Der Umstieg von einem acht Jahre alten Auto auf einen vier Jahre jungen Gebrauchten bringt bei Kleinwagen, Kompaktautos und Vans Kostenvorteile. Bei Kleinwagen ist das sogar beim Wechsel auf einen Neuwagen der Fall.
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Mit einem Jungen kann man sparen

Bei einem vier Jahre alten Kleinwagen liegen die Betriebskosten mit 43,91 Cent pro Kilometer deutlich unter denen eines acht Jahre alten Autos mit 47,87 Cent pro Kilometer. Fahrer der jungen Autos sparen im Vergleich immerhin 618,28 Euro pro Jahr. In der Kompaktklasse beträgt die Einsparung durch einen jungen Gebrauchten immerhin noch 215,28 Euro im Jahr. Und selbst wenn man durch den Fahrzeugwechsel nicht spart, so hält sich der Mehrpreis doch im Rahmen: Wer seinen alten Kompakten oder Van gegen einen entsprechenden Neuwagen eintauschen möchte, muss dafür durchschnittlich 48 bzw. 99 Euro pro Monat mehr zahlen, als wenn er seinen Alten weiterfahren würde. In der Mittelklasse und der oberen Mittelklasse beträgt der monatliche Aufpreis für einen Wechsel von alt auf jung durchschnittlich moderate 22 bzw. 57 Euro pro Monat. Für 109 bzw. 98 Euro pro Monat Mehrkosten ist das entsprechende Modell auch als Neuwagen zu haben.


„Die Zahlen zeigen klar, dass es wenig Sinn hat, ein Auto möglichst lange zu fahren. Wirtschaftlicher ist es, rechtzeitig auf einen jungen Gebrauchten oder einen Neuwagen umzusteigen. Zudem verzichtet der Fahrer sonst auf den lebensrettenden Sicherheitsstandard moderner Fahrzeuge, wie zum Beispiel Schleuderschutz, ESP oder optimierte Fahrgastzellen“, sagte Gerd Neumann, Mitglied der Dekra-Geschäftsführung.

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Leserkommentare

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14.12.2011 10:15 Uhr
dasigi42: Alle Jahre wieder mit Tüv und Konsorten
In schönen Abständen erzählt uns der Tüv &Co daß die Autos immer schlechter durch den TÜV kommen. Es ist doch so, daß viele der Altautobesitzer zum Termin fahren, feststellen lassen was fehlt und dann repariert wiederkommen. Flugs haben dann diese Brüder das zum Anlaß genommen um ihre Behauptung zu Untermauern. Mein BMW ist Bj. 97 und auf Anhieb mit geringen Mängeln (1Kennzeichenlicht) durchgekommen.
25.04.2010 22:15 Uhr
Fidel6: Schöngerechnet
Eigentlich halte ich mich zurück in der Kommentierung solcher Artikel, hier jedoch fällt es mir dann doch zu schwer. Ich selber bin Fahrzeugtechnik-Ingenieur und beschäftige mich intensiv mit solchen Themen und wenn jeamnd behauptet ein neues FAhrzeug zu kaufen sei rechnerisch günstiger als das alte weiterzufahren so ist das allgemein schlichtweg falsch. Ich kann mich da dem Kommentar von meepmeep nur anschliessen. Und wenn die Biallo-Redaktion schreibt, dass diese Berchnung sich auf eine jährliche KM-Fahrleistung von 15.600km bezieht, so zeigt dies schon, wie sehr an den Zahlen gedreht werden musste um so ein statement zu untermauern. MAn hätte auch noch den Fahrzeugtyp angeben können und die Kilometerleistung bis auf 1 km genau. Ich kann nur immer wieder sagen "never stop a running system" -und das gilt besonders für den Autokauf!
13.02.2009 00:39 Uhr
meepmeep: Das stimmt so nicht.
Ich selbst fahre 2 alte Autos (12 und 14 Jahre alt). Deren Wertverlust tendiert gegen Null. Die Werkstattkosten sind sehr überschaubar. Und es gibt tatsächlich Autos, die auch nach vielen Jahren noch mängel- und rostfrei durch die Hauptuntersuchung gehen. Meine beiden (Volvo) sind mit jeweils 200.000 Kilometern gerade mal eingefahren. Aufgrund der Erfahrungen anderer Fahrer des gleichen Typs kann ich von einer Fahrleistung von mindestens 300.000 Kilometern ohne gravierende Probleme ausgehen. Also sehe ich nicht die geringste Veranlassung, über den Kauf eines jüngeren Fahrzeugs nachzudenken.
29.07.2008 17:28 Uhr
redaktion.biallo.de: Anschaffungspreis berücksichtigt
Die Kostenentwicklung älterer Autos mag je nach Fahrzeugtyp, Wertverlust, Pflege und Fahrverhalten schwanken. So kann es sein, dass die Berechnung nicht auf jeden Einzelfall voll zutrifft und manche mit ihrem "Alten" durchaus noch ganz gut fahren. Eine Tendenz ist jedoch klar zu erkennen: Der Anschaffungspreis für ein neueres Auto ist natürlich in die Berechnung mit eingeflossen. Konkret wurden in der genannten Studie Fixkosten (Anschaffungspreis, Wertverlust, Steuer und Versicherung) und variable Kosten (Kraftstoff, Reparatur-, Wartungs- und Pflegekosten) berücksichtigt bei einer Laufleistung von 15.600 Kilometern pro Jahr.
26.07.2008 11:19 Uhr
Tom1000: Schönrechnen hilft nicht....
Hallo, als gelernter Bankkaufmann kann ich es mir nicht verkneifen hier einen Kommentar zu schreiben. Vorausschicken möchte ich, dass ich nicht zum biallo-Team gehöre und das Nachfolgende lediglich meine Meinung auf der Basis gemachter Erfahrungen darstellt. Egal ob es sich um der Deutschen liebstes Kind - das Auto - oder auch das Wohnen in den eigenen 4 Wänden handelt, kaum jemand rechnet hier wirklich objektiv und bezieht alle Faktoren ein. Bleiben wir aber mal beim Auto, weil dies das Thema des Artikels ist. Wenn es um die tatsächlichen Kosten eines Autos geht, blenden viele Personen scheinbar verschiedene Faktoren aus. Die Kosten eines Fahrzeugs setzen sich nun mal grob aus Wertverlust (und dabei ist es egal ob es gekauft, geleast oder finanziert wurde), Finanzierungskosten (entgangener Zinsertrag beim Kaufen, Zinsaufwand beim Leasen und Finanzieren), Steuer, Versicherung, Spritkosten, Verschleiß (z.B. Reifen), Inspektionskosten und Reparaturkosten zusammen. Ggf. kommen auch noch Kosten für Stellplätze oder Garagen, Wagenpflege usw. dazu, aber soweit wollen wir dann hier jetzt mal nicht gehen. Alle diese Kosten z.B. in einem Jahr geteilt durch die in diesem Zeitraum gefahren Kilometer ergibt die Kosten pro Kilometer und das ist eine korrekte und vergleichbare Größe. Bei älteren Fahrzeugen ist der Wertverlust ggf. geringer, dafür fließen in die Rechnung ggf. höhere Reparaturkosten ein, so dass dieser Vorteil zunichte gemacht wird. Fazit: Der Neupreis ist nicht die Größe, die in die Rechnung einbezogen werden muss, sondern der Wertverlust. Dass das Geld natürlich erst einmal aufgebracht werden muss, ist klar, deshalb kommen ja die Finanzierungskosten hinzu.
25.07.2008 12:29 Uhr
wollino76: Anfrage an Frau Lang
Wie sehen Sie den Kommentar von "petersen"? Ist da was dran?
24.07.2008 11:04 Uhr
petersen: Anschaffungskosten?
Hier werden laufende Kosten verglichen, die bei älteren Wagen angeblich oft "astronomische" Höhen erreichen, allerdings wird mir nicht klar wo die Anschaffungskosten bei diesen Rechen-Jonglagen bleiben. Wie kann man bei einem Anschaffungspreis von sagen wir 15.000 Euro bei einem neuren Wagen gegenüber einem schon bezahlten sparen? GGf. höhere Steuern und Reparaturen dürften den Anschafffungspreis kaum aufwiegen, es sei denn es handelt sich um einen Oldtimer, der völlig neu aufgebaut wird. Mir erscheint der Artikel gefärbt und wenig überzeugend.
Foto: Torsten Silz/ddp ID:1419
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