Kostengünstig und kalkulierbar mit Ratenkredit
Bei größerem Finanzbedarf empfehlen sich Ratendarlehen. Kreditnehmer profitieren von geringeren Zinsen als beim Dispokredit, von individuell wählbaren Kreditraten und von planbarer Laufzeit. Anders als beim Dispokredit werden Zins und Tilgung bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Damit ist im Voraus klar, wie viel man Monat für Monat an die Bank zurückzahlen muss und wie lange die Tilgung dauert. Aus der Addition der einzelnen Raten lassen sich die Gesamtkosten leicht errechnen. Eine Zinsverteuerung aufgrund variabler Zinssätze – wie sie beim Dispokredit passieren kann - ist ausgeschlossen.
Die Laufzeit des Ratenkredits ist individuell bestimmbar. Wählt man eine kurze Laufzeit, steigt die monatliche Belastung, denn das Darlehen muss in kürzerer Zeit zurückgezahlt sein. Bevorzugt man kleine monatliche Raten, kann man eine längere Laufzeit wählen. Wichtig: Kreditnehmer sollten darauf achten, dass die Bank keine Gebühren erhebt und auch
keine Restschuldversicherung vorschreibt – andernfalls verteuert sich der Kredit. Um Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, die Konditionen genau zu vergleichen. Die Zinsen für Ratenkredite unterscheiden sich von Bank zu Bank erheblich. Wer ein teures Angebot wählt, kann fast doppelt so viel zahlen wie mit einem günstigen Darlehen. Einen topaktuellen Zinsüberblick zeigt die Ratenkredit-Tabelle auf:
www.biallo.de/Kredite. Bundesweite Topkredite unter vier Prozent bietet zum Beispiel die Norisbank mit 4,9 Prozent und C&A Money mit 4,99 Prozent.
Flexibel mit Abrufkredit
Preiswert an Geld kommen Bankkunden auch mit einem Rahmenkredit. Bei den auch als
Abrufkredit bezeichneten Darlehen räumt das Geldhaus einen Kreditrahmen ein, über den der Bankkunde beliebig verfügen kann. Die benötigte Kreditsumme wird umgehend auf das Girokonto überwiesen. Die Rückzahlung ist flexibel. Kreditinstitute berechnen entweder nur die fälligen Zinsen oder fordern eine geringe Mindesttilgung von ein oder zwei Prozent des geliehenen Betrags. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Mit durchschnittlichen Effektivzinsen zwischen sieben und neun Prozent sind
Rahmenkredite billiger als die Überziehung des Girokontos, kosten aber mehr als günstige Ratenkredite. Ein besonders preiswertes Angebot kommt derzeit von der Volkswagen Bank: Für einen Abrufkredit von exakt 5.000 Euro zahlen Bankkunden nur 3,99 Prozent Kreditzins.
Tipp: Die Eröffnung eines Rahmenkredits ist häufig nicht an das Vorhandensein eines Girokontos gebunden, etwa bei der Credite Europe Bank, der Deutschen Bank oder der
ING-Diba.
Schuldenfalle beachten
Die Verbraucherzentralen warnen davor, den Abrufkredit zusätzlich zum Dispo in Anspruch zu nehmen, denn beide Darlehen laufen ohne oder nur mit eingeschränktem Tilgungsplan. Wer sein Girokonto regelmäßig bis zum Anschlag überzieht und zeitgleich Geld beim Rahmenkredit borgt, der läuft Gefahr, in die Schuldenfalle zu geraten. Das gilt vor allem, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt und die variablen Zinssätze von Dispo- und Abrufkredit aufwärts klettern. Besser ist es, nur den zinsgünstigeren Abrufkredit zu nutzen und auf teure Dispozinsen zu verzichten. Ist das Girokonto bereits überzogen, lohnt es, die Tilgung zu automatisieren, in dem man per Dauerauftrag jeden Monat zumindest einen kleinen Betrag auf das Girokonto überweist. Das sorgt für eine stete Verringerung des Schuldenstandes.