Tipp 1: Deutsche, die längere Zeit im Ausland leben, können daher selbst etwas tun, um nach ihrer Rückkehr keine böse Überraschung zu erleben, dass etwa ein Kreditkartenlimit nicht genehmigt wird. Eine Möglichkeit besteht darin, während des Auslandsaufenthalts sein Girokonto in Deutschland weiterzuführen. So kann keine Lücke in der Kontenhistorie entstehen.
Tipp 2: Nach Rückkehr sollte man sich bei der Schufa seine aktuelle Datenübersicht mitsamt Scorewert besorgen. Gibt es Verschlechterungen beim Scorewert, rät Seidenabel, damit „proaktiv umzugehen. Man kann etwa beim Antrag für einen Kredit mit seiner Bank gezielt sprechen und etwaige Bedenken anhand von Gehaltsnachweisen der letzten Jahre ausräumen“.
Seit 1. April 2010 haben Bürger einmal im Jahr Anspruch darauf, kostenlos Einblick in die über sie gespeicherten Daten zu nehmen; damals trat eine Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes in Kraft. Bis Anfang September haben die Deutschen seither rund 450.000 Anträge auf Selbstauskunft an die Schufa gestellt – etwa ein Drittel mehr als im Vorjahresvergleich. Darüber hinaus können Verbraucher gegen Bezahlung über das Internetportal
www.meineschufa.de jederzeit die zu ihren Kreditgeschäften gespeicherten Informationen von zu Hause aus online einsehen und Zusatzleistungen wie einen Benachrichtigungsservice per E-Mail oder SMS bestellen. Dieser Service kostet derzeit einmalig 18,50 Euro für einen unbefristeten Zugang und beliebig häufige Abrufe.