Merkmale: Das Produkt richtet sich an Reisende zwischen 18 und 39 Jahren, die zwischen zwei und 24 Monaten ins Ausland reisen. Man kann sechs Bausteine - Auslandsreisekranken-, Unfall-, Rechtsschutz-, Haftpflicht-, Reisegepäck- und Reiserücktrittversicherung – beliebig kombinieren. Das komplette Paket kostet pauschal 723,05 Euro für ein Jahr. Größter Posten ist die Krankenversicherung mit 385,80 Euro. Die Reise-Haftpflichtversicherung kostet 81,84 Euro, die Reise-Unfallpolice 55,92 Euro. Zwei Policen sind das Minimum.
Stärken: Der Krankenschutz gilt pauschal für alle Reiseländer. Die Policen sind speziell auf das Ausland zugeschnitten: In der Privathaftpflicht ist Schlüsselverlust integriert sowie eine Mallorca-Police für die Mietwagen-Nutzung. Bei der Rechtsschutzversicherung werden Kosten für einen Dolmetscher übernommen.
Schwächen: Die wichtige Krankenversicherung kann man nicht einzeln abschließen. Die anderen Policen sind kein Muss: Die übliche Privathaftpflicht gilt weltweit, die Geltungsdauer kann man oft ausdehnen. Dasselbe gilt für die Unfall- oder auch die Hausratpolice, die oft eine Reisegepäckpolice ersetzt. Beim Allianz-Unfallprodukt ist die Versicherungssumme mit 20.000 Euro zu niedrig angesetzt. Der Krankenschutz leistet nicht bei Psychotherapie oder Pandemien.
Wettbewerber: Policen-Pakete für längere Reisen bietet auch Care-Concept: Die Krankenversicherung kostet 438 Euro, Unfallpolice (40.000 Euro Versicherungssumme) und Privathaftpflicht kann man für 76,50 Euro für ein Jahr dazubuchen und landet annähernd beim Allianz-Preis. Bei ERV kostet der weltweite Krankenschutz 348 Euro, mit Unfall- und Haftpflichtpolice kommt man mit 444 Euro deutlich günstiger (Leistungsumfang genau vergleichen!).
Fazit: Der Preis für die Allianz-Krankenversicherung ist kundenfreundlich – die vielen Ausschlüsse nicht. Bei den restlichen Bausteinen hinken zum Teil die Leistungen hinter dem Preis her.