Merkmale: Die Zinssätze der beiden Konten sind variabel und orientieren sich am sogenannten Dreimonats-Euribor. Zu diesem Satz leihen sich Kreditinstitute in der EU untereinander Dreimonats-Gelder aus. Das Geldhaus passt seinen Zins monatlich an.
Die Mindestanlage beträgt 2.500 Euro. Die Anlage-Konten sind an die Eröffnung eines Girokontos gekoppelt. Dafür werden drei Euro Gebühren pro Monat berechnet. Diese entfallen, nutzt man das Girokonto als echtes Gehaltskonto, legt mindestens 15.000 Euro an oder lässt drei Monate lang mindestens 1.000 Euro auf dem Konto. Wer den höheren Zins haben will, muss für die gleiche Summe in andere Anlageformen investieren.
Vorteile: Mit einem Zins von 2,16 Prozent rangiert die Gold-Offerte unter den Top 3 bundesweit mit deutscher Einlagensicherung. Der Zins wird vierteljährlich gutgeschrieben, so dass sich ein kleiner Zinseszinseffekt ergibt.
Nachteile: Die Tagesgeld-Konten sind an die Eröffnung eines Girokontos gekoppelt. Diese Hürde ist bei einem Zins von 1,66 Prozent viel zu hoch.
Mehr als 15 andere Geldhäuser bieten momentan mehr Zinsen ohne diese Bedingung. Zudem ist das Girokonto nicht sonderlich attraktiv, da die Bargeldversorgung mit rund 1.500 Geldautomaten bundesweit eher dürftig ist. Den attraktiveren Zins von 2,16 Prozent erhält nur, wer zumindest die gleich hohe Summe zusätzlich in Fonds anlegt, die das Bankhaus Lenz im Angebot hat.
Wettbewerber: Wer am Kauf von Fonds interessiert ist und nach einem besser verzinsten Tagesgeld-Konto sucht, sollte sich eher die Offerten von Netbank,
Cortal Consors oder
DAB Bank anschauen, die einem fast gleich hohe Zinsen bieten und zugleich eine sehr hohe Anzahl von rabattierten Fonds bereitstellen - bei null Euro Depotgebühren.
Fazit: Eine Offerte, die man eher links liegen lassen sollte.