Merkmale: Die
Laufzeit des Sparplans ist unbegrenzt. Die Höhe der Sparrate ist frei wählbar und veränderbar, bereits mit zehn Euro kann es losgehen. Die Einzahlungen erfolgen monatlich, eine Einmalzahlung von bis zu 2.500 Euro ist möglich. Die Verzinsung erfolgt variabel, der Basiszins von aktuell 1,25 Prozent wird in regelmäßigen Abständen der Zinsentwicklung angepasst. Kosten fallen keine an.
Stärken: Bei längerer Laufzeit erreicht der
Sparplan eine attraktive Rendite, denn ab dem dritten Jahr spendiert der Sparverein jährlich wachsende Prämien. Nach zehn Jahren sind es bereits 25 Prozent auf die jährliche Sparleistung, nach 15 Jahren 50 Prozent. Bei monatlichen Einzahlungen von 100 Euro erhalten Anleger dann jährlich 600 Euro Prämie. Die 15-Jahres-Rendite springt dadurch auf aktuell 3,42 Prozent. Zinsen und Prämien bleiben bei vorzeitiger Stornierung in vollem Umfang erhalten. Bis zu einem Guthaben von 2.000 Euro kann man ohne Kündigungsfrist über sein Geld verfügen.
Schwächen: Für kurze und mittlere Anlagehorizonte eignet sich der
Sparplan weniger, da die Prämien zu gering sind, um die vergleichsweise bescheidene Grundverzinsung wesentlich aufzupeppen. Ähnliches gilt für sehr lange Sparzeiträume: Da die Prämien ab dem 15. Sparjahr bei 50 Prozent verharren, können sie die Rendite nicht weiter puschen. Im Gegenteil, sie beginnt sukzessive zu sinken. Das Optimum liegt mit derzeit 3,46 Prozent bei 17 Sparjahren.
Wettbewerber: Viele Banken bieten bei Zeiträumen zwischen zehn und zwanzig Jahren geringere Gutschriften. Auch die
Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 bietet einen Sparplan mit variablem Basiszins und Bonus. Die 15-Jahres-Rendite bei 100 Euro monatlichem Sparbeitrag liegt aktuell bei 3,8 Prozent. Bei der Nachhaltigkeitsbank Triodos sind 3,29 Prozent drin.
Fazit: Im Vergleich zu anderen Banken kann das Flexi-Sparen durchaus überzeugen. Bei Inflation verbessert sich die Rendite dank variablem Grundzins automatisch. Ein Pluspunkt ist die hohe Flexibilität.