Merkmale: Die aus Estland stammende Internet-Bank bietet online Festgelder mit Laufzeiten zwischen sechs Monaten und fünf Jahren an. Der Zins ist zum einen nach der Anlagehöhe und zum anderen nach der Laufzeit gestaffelt. Wer nur 1.000 Euro für ein halbes Jahr festlegt, bekommt 2,50 Prozent Zinsen. Wer hingegen 50.000 Euro über 60 Monate diesem Geldhaus anvertraut, erhält 4,70 Prozent. Das Geld ist bis zu 50.000 Euro je Anleger zu 100 Prozent bei der estnischen Einlagensicherung abgesichert.
Stärken: Der Zins liegt weit über dem, was
andere Banken hierzulande zahlen. Die Mindesteinlage ist mit 1.000 Euro niedrig. Man kann sich bei mehrjährigen Anlagen die Zinsen entweder jährlich auszahlen lassen oder am Ende der Laufzeit, so dass ein Zinseszins-Effekt entsteht. Zudem kann der Anleger beim Abschluss entscheiden, ob das Geld nach der Laufzeit automatisch verlängert wird oder nicht. Gebühren fallen keine an.
Schwächen: Wegen der Erfahrungen mit der isländischen Kaupthing-Bank werden viele Geldanleger zurückschrecken. Andererseits gehört dieses Land der Europäischen Union an. Die Bank selbst behauptet zwar in einem uns vorliegenden Schreiben an einen Kunden, dass im Fall einer Insolvenz die EU einspringen würde. Doch diese Aussage ist falsch. Eine Rechtsgrundlage hierzu gibt es nicht. Es könnte sein, muss aber nicht sein.
Wettbewerber: Wer ein geringeres Risiko eingehen will, muss sich mit mindestens einem Prozentpunkt weniger an Zinsen zufrieden geben. In diesem Fall sind die Offerten von Akbank, ICICI-Bank oder Deniz-Bank interessant. Wer lieber auf „Nummer sicher“ gehen möchte, der ist bei
Isbank oder Degussa Bank gut aufgehoben. Bei längeren Laufzeiten sind die Angebote der
abcbank oder der
Debeka eine gute Alternative.
Fazit: Der Zins ist hoch, die Sicherheit ist niedrig. Kein Fall für sicherheitsorientierte Sparer.