Merkmale: „Erleben Sie den Spar-Klassiker in Bestform: Sie profitieren von exzellenten Konditionen, einer einfachen Kontoführung und der freien Wahl in Ihrer Anlage.“ So preist die Direktbank des Münchner Automobilkonzerns ihre Sparbücher an. Die gibt es in zwei Ausführungen. Das eine ist nur über das Internet zu führen und bringt einen Zinssatz von 2,20 Prozent (gültig ab 22.06). Das andere lässt sich zudem über Telefonbanking führen. Hier beträgt der Zinssatz 1,80 Prozent ab 22. Juni. Monatlich sind 2.000 Euro verfügbar. Wer mehr will, hat eine dreimonatige Kündigungsfrist zu beachten. Gebühren fallen keine an.
Stärken: Beide Zinssätze liegen deutlich über den
Sparbüchern fast aller Banken und Sparkassen. Die Einlagensicherung ist mit 230 Millionen Euro pro Person sehr hoch.
Schwächen: Wie jedes Sparbuch ist auch dieses unflexibel, was die Verfügbarkeit des Geldes angeht. Wieso soll man sich für ein Produkt entscheiden, bei dem man monatlich nur einen geringen Geldbetrag zurück erhält, wenn es ein anderes Produkt wie Tagesgeld gibt, bei dem man täglich ohne Zinsverlust das ganze Geld zurück erhalten kann? Zumal die Zinsen von 1,80 Prozent bzw. 2,20 Prozent niedriger sind als jene der
Top-Tagesgeld-Anbieter!
Wettbewerber: Die meisten regionalen Banken bieten bei Sparbüchern Zinsen zwischen 0,20 und 0,50 Prozent, also deutlich unter der aktuellen Inflationsrate von 2,30 Prozent. Ebenfalls 2,00 Prozent bietet die Postbank. 2,40 Prozent bietet die
Bank of Scotland für ihr Tagesgeld. Die
ING-Diba zahlt 2,20 Prozent für jedes neue, bei ihr eröffnete Tagesgeldkonto.
Fazit: Dieses Angebot ist nur etwas für Leute, die partout das im Vergleich zum Tagesgeld viel unflexiblere Sparbuch als Anlage nutzen wollen.