Merkmale: Das Null-Euro-Konto ist in der Filiale und online zu führen. Die monatliche Grundgebühr von stolzen 8,90 Euro entfällt bei einem monatlichen Geldeingang von 1.200 Euro. Bei der Dresdner Bank waren es 600 Euro. Der Dispo-Zinssatz beträgt zur Zeit 13,24 Prozent, bei Überziehung sind es sogar 18,74 Prozent.
Vorteile: Wer ein monatliches Einkommen von mehr als 1.200 Euro hat, zahlt keine monatliche Grundgebühr. Maestro-Karten bekommen der Inhaber und sein/e Partner/in kostenlos.
Nachteile: Die Grenze von 1.200 Euro für die Gebührenfreiheit ist relativ hoch, so dass Geringverdiener oder viele Arbeitslose zur Kasse gebeten werden. Der Dispo- und Überziehungszinssatz ist seit Jahren überdurchschnittlich hoch. Selbst in der Niedrigzinsphase bewegt die Bank sich nicht. Ein Tagesgeld mit attraktivem Zins, das andere oft ergänzend anbieten, gibt es auch nicht. Die Kreditkarte für den Inhaber ist mit 29,90 Euro im Jahr teuer. Das gilt auch für die Partnerkarte (19,90 Euro). Das Online-Banking ist umständlich und antiquiert. M-Tan für mobiles Banking gibt es immer noch nicht. Die Bargeldversorgung in Deutschland über die 9.000 Geldautomaten der Cash-Group ist durchschnittlich. Wer Geld im Ausland braucht, zahlt jedes Mal dafür, was andere Banken besser gelöst haben. So fallen insgesamt viele Kosten bei diesem „kostenlosen“ Girokonto an.
Wettbewerber: Wer Online-Banking macht, ist mit den Konten der
Deutschen Kreditbank (DKB),
Netbank, ING-Diba oder auch der Commerzbank-Tochter
Comdirect deutlich besser bedient. Das gilt für die Zinsen, die im Kreditbereich deutlich niedriger und im Anlagebereich deutlich höher sind. Hinzu kommt die gebührenfreie Bargeldversorgung in der Eurozone bzw. weltweit über die gebührenfreien Kreditkarten. Im Filialbanking sind die Konten von Norisbank und Hypovereinsbank attraktiver.
Fazit: Die Bank vertraut wohl auf die Geduld ihrer Stammkunden.