Zahnzusatzversicherungen sind sinnvoll, denn die Kasse beteiligt sich nur noch geringfügig an den Kosten. Die DAK bietet mit der Hanse Merkur eine Zusatzversicherung zu vergünstigten Konditionen für DAK-Versicherte an, bis 28. Februar zudem ohne Gesundheitsprüfung. Lohnt sich das?
Merkmale: Versichert ist Zahnersatz inklusive Reparaturen. Dazu gehören Brücken, Kronen, Inlays, maximal sechs Implantate im Ober-, vier im Unterkiefer. Erstattet werden 90 Prozent des Rechnungsbetrags. Wählt der Kunde ausschließlich die Minimalversorgung, die die Kasse vorsieht, werden die Kosten sogar zu 100 Prozent übernommen. Der Tarif kostet für einen 35 Jahre alten Mann 17,01 Euro monatlich, für eine Frau 18,12 Euro.
Stärken: Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung ist für Versicherte mit vielen fehlenden Zähnen, die bei einem anderen Versicherer oft gar keine Police erhalten würden, von Vorteil. Ausgeschlossen sind aber Behandlungen an bereits fehlenden und noch nicht ersetzten Zähnen sowie bereits begonnene oder angeratene Maßnahmen.
Schwächen: In den ersten vier Versicherungsjahren werden nur Höchstbeträge erstattet, insgesamt maximal 2.400 Euro. Möchte man die Kasse wechseln, verliert man die günstigen DAK-Konditionen. Dann muss man rund zehn Prozent mehr bezahlen.
Wettbewerber: Die Barmenia bietet den leistungsstarken Tarif ZG. Schon nach acht Monaten kann man dort die volle Leistung abrufen. Allerdings wurden die Beträge zum Jahreswechsel enorm angehoben: Ein 35-jähriger zahlt 23,24 Euro monatlich, eine Frau 27,72 Euro. Auch der Tarif Z100 der Arag bietet sehr gute Leistungen für 19,60 Euro bzw. 26,75 Euro.
Fazit: Der Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung ist interessant. Wichtig: Die DAK erhebt ab Februar für alle Versicherten einen pauschalen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich. Kalkuliert man das mit ein, schwinden die günstigen Zahnpolice-Konditionen dahin. Für diesen Preis gibt es Policen ohne Höchstbeträge in den Anfangsjahren – allerdings mit Gesundheitsprüfung.