Merkmale: Für 19 Euro Aufpreis im Jahr wird die Zug-Rabattkarte zu einer Mastercard der Commerzbank. Soll eine Geheimnummer für das Abheben am Automaten ausgestellt werden, fallen einmalig zwei Euro an.
Stärken: Bahnkunden, die Bahn-Bonuspunkte sammeln, bekommen bei jedem Einsatz der Kreditkarte Punkte. Für drei Euro Kartenumsatz gibt es einen Punkt, wird das Geld bei der Bahn ausgegeben, bringen zwei Euro einen Zusatzpunkt. Kreditkarten-Neukunden bekommen 1.500 Punkte gutgeschrieben, die z.B. in eine Freifahrt 2. Klasse eingetauscht werden können.
Schwächen: Die Kreditkarte ist genauso lange wie die Bahncard gültig. Wird diese nicht verlängert, so läuft auch die Kreditkarte aus. Kreditkartenguthaben bis 4.999 Euro wird nur mit 0,75 Prozent verzinst. Ab 5.000 Euro gibt es 1,0 Prozent und ab 20.000 Euro 1,25 Prozent. Bargeldabhebungen sind nur kostenlos, wenn sie an einem Commerzbank-Automaten erfolgen – oder das Guthabenkonto gefüllt ist. Für alle anderen Abhebungen fallen jeweils fünf Euro an. Kunden können Ihre Rechnungen in Teilzahlungen begleichen, zu einem ungünstigen effektiven Jahreszins von 12,68 Prozent.
Wettbewerber: Lufthansa bietet mit dem Vielflieger-Programm Miles & More ebenfalls eine Kreditkarte an. Die „Miles & More Credit Card Classic World“ ist mit 50 Euro pro Jahr teurer, doch dafür sind die Konditionen günstiger. Die Guthabenverzinsung liegt bei 2,05 Prozent, Rückzahlung auf Raten gibt es für einen effektiven Jahreszins von 8,9 Prozent. Zudem bleiben die gesammelten Meilen unbegrenzt gültig – bei der Bahn verfallen die Punkte nach drei Jahren. Und bei der
DKB bekommen Kunden Girokonto und Kreditkarte sogar gratis, können weltweit kostenlos Geld abheben und profitieren von einer Guthabenverzinsung von 2,05 Prozent.
Fazit: Die Bahn-Kreditkarte lohnt sich nur für Punktesammler. Wer eine Karte für den täglichen Gebrauch sucht, sollte sich an eine günstige Bank wenden.