Bank of Scotland
Tagesgeld mit 2,5 Prozent
Von Horst Biallo
Im letzten Jahr ist es mit den Tagesgeldzinsen immer weiter bergab gegangen. Wie ein Leuchtturm ragt da die Offerte der Bank of Scotland seit Anfang dieses Jahres heraus. Nach anfänglicher Skepsis hat sich hier ein Spitzenprodukt etabliert.
Merkmale: Es handelt sich um ein klassisches Tagesgeldkonto, das über das Internet geführt wird. Der Zins gilt ab dem ersten Euro. Es fallen keinerlei Gebühren an. Für das Internet-Banking ist eine Mobilfunknummer erforderlich.
Stärken: Der Zins ist mit aktuell 2,50 Prozent sehr attraktiv. Auch in den letzten Monaten zählte dieses Geldhaus, das man nicht mit der Royal Bank of Scotland verwechseln darf, zu den Spitzenanbietern. Geld lässt sich einmal als Gesamtbetrag einzahlen, der sich natürlich immer aufstocken lässt. Sparer können sich jedoch auch Monat für Monat einen bestimmten Betrag abbuchen lassen. Die Kontoeröffnung ist genauso einfach wie das Online-Banking. Zur Eröffnung muss man nur einmal zur Post mit Pass oder Personalausweis, um dort das Post-Ident-Verfahren zu machen. Das geht in drei Minuten. Die Erfahrungen unserer User waren bisher alle eher positiv.
Schwächen: Die Einlagensicherung beträgt „nur“ 50.000 englische Pfund, das sind momentan rund 58.000 Euro (Stand Juli 2009). Bei einer Insolvenz müsste man sich mit der britischen Einlagensicherung auseinandersetzen. Andererseits gäbe es dann sicher viele Hilfsmittel über das Internet.
Wettbewerber: Derart hohe Zinsen zahlen nur noch andere Niederlassungen ausländischer Banken in Deutschland, die einem meist bis zu 100.000 Euro pro Person als Einlagensicherung bieten.
Fazit: Ein interessantes Angebot für Leute, die ab dem ersten Euro einen attraktiven Zins suchen und bereit sind, ein überschaubares, geringes Risiko einzugehen. Merke: Großbritannien ist nicht Island.
24.07.2009 15:17 Uhr
Belendir: Gute Erfahrung
Bislang hatte ich mit dem Tagesgeldkonto nur gute Erfahrung machen können.