Merkmale: Die Readybank, eine Tochter der Westdeutschen Landesbank, bietet über die Internet-Seite
www.ready-and-go-credit.de einen Online-Ratenkredit „ab 4,8 Prozent“ in Zusammenarbeit mit vielen Sparkassen an. Es sind bislang vor allem Institute aus Nordrhein-Westfalen, die dies anbieten. Bundesweit ist die Bank unter der angegebenen Internet-Adresse aktiv. Angeboten werden Ratenkredite mit Laufzeiten zwischen zwölf und 84 Monaten.
Stärken: Der Antragsprozess ist relativ unkompliziert. Der Zins auf den ersten Blick attraktiv. Die Entscheidung, ob man tatsächlich ein Darlehen bekommt, kann im Einzelfall schnell gehen, muss aber nicht. Kreditanfragen als solche verschlechtern nicht das Scoring bei der Schufa. Dies ist heute jedoch bei fast allen Online-Anbietern Standard.
Schwächen: Den wirklichen Zins dieses bonitätsabhängigen Angebots erfährt man auf der Website nirgends. Der Satz von 4,8 Prozent sieht nach einer Lockvogel-Offerte aus. Ein Test ergab einen viel höheren Zinssatz von 8,99 Prozent und dies bei einer Testperson, die ein hervorragendes Schufa-Scoring von fast 99 Prozent hatte. Man bot ihr sogar noch einen viel höheren Kredit an. Die angebotene Restschuldversicherung ist im Vergleich zu anderen Anbietern deutlich teurer. Zudem wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 3,0 Prozent verlangt, die das Geldhaus dann auch noch auf die Prämie der Restschuldversicherung aufschlägt. Wird der Kredit vorzeitig zurückgezahlt, wird einem die Bearbeitungsgebühr anteilsmäßig nicht erstattet.
Wettbewerber: Online-Ratenkredit-Anbieter wie ING-Diba, Netbank oder SWK-Bank sind deutlich günstiger. Hier erfährt man tatsächlich sofort online, ob und zu welchem Zins man einen Kredit erhält. Die erst genannten Anbieter verzichten auf eine Bearbeitungsgebühr. Werden Restschuldpolicen angeboten, sind diese bei ihnen deutlich günstiger.
Fazit: Ein zu teures, überflüssiges Angebot, das die notwendige Transparenz einer Internet-Offerte vermissen lässt.