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02.04.2013 00:03

Aktive Senioren

Egal wie alt – Au-pair, Student und Berater kann jeder werden

von Annette Jäger
Im Ruhestand muss man nicht nur Kreuzworträtsel lösen. Senioren sind als Au-pairs gefragt, als Berater oder ehrenamtliche Helfer bei sozialen Initiativen.
Aktive Senioren Egal wie alt – Au-pair, Student und Berater kann jeder werden
Im Alter Träume verwirklichen – viele Senioren engagieren sich im Ausland
Viele Senioren sind aktiv und suchen Herausforderungen. Angebote gibt es in Unmengen, von Ehrenämtern, Seniorenstudiengängen bis hin zu Beratungstätigkeiten in Firmen. Eines ist dabei sicher: „Aktivität ist der beste Garant für ein gesundes und zufriedenes Altwerden“, sagt Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft Senioren-Organisationen (Bagso) in Bonn.

Wo findet man Ehrenämter?

Anlaufstelle sind die Initiativen und Vereine selbst. Wer noch auf der Suche nach dem passenden Amt ist, kann sich an eine der Freiwilligen-Agenturen in den größeren Städten wenden, die bei der Suche unterstützen. Auf der Website der Bagso (www.bagso.de) findet man auch eine Datenbank mit Angeboten. Wer ein Amt mit Verantwortung anstrebt – etwa als Kassierer in einem Verein – kann sich nötige Kenntnisse über ein Seminar an der „Akademie für Ehrenamtlichkeit“ in Berlin (www.ehrenamt.de) aneignen. „Man muss sich mit der Aufgabe identifizieren können, sonst macht es keinen Spaß“, sagt Lenz.
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Als Senior ins Ausland

Eine besondere Art des Ehrenamts ist das Engagement für den Senior-Experten-Service (SES, ses-bonn.de). Die Initiative der „Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit“ vermittelt Ruheständler in Entwicklungs- und Schwellenländer, wo sie für einige Wochen in Firmen oder bei Projekten ehrenamtlich beratend tätig sind. Sie sollen dabei helfen, Arbeitsabläufe zu verbessern und Mitarbeiter zu qualifizieren. Gesucht sind fast alle Berufssparten, vom Handwerker und Berufsschullehrer über den Facharzt, Manager und Koch bis hin zum Tourismusexperten. „Hilfe zur Selbsthilfe“ lautet das Motto. Boileranlagen in Äthiopien aufstellen, Solartechnik in Kenia einführen oder neue Brotsorten in Vietnam backen, heißen dann die Freizeitbeschäftigungen. Auch in Deutschland ist der SES aktiv.
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Im Alter Träume verwirklichen

„Viele holen etwas nach, was sie in ihrer Jugend versäumt haben“, sagt Michaela Hansen von „Granny-Au-pair“, einer Au-pair-Vermittlungsagentur für Seniorinnen, über die Motivation der Bewerberinnen. Seit 2010 gibt es die Initiative. Hansen vermittelt Damen über 50 vorwiegend in ausländische Familien. Wie der Aufenthalt in der Gastfamilie – man kann auch innerhalb Deutschlands vermittelt werden – gestaltet wird, sprechen Familie und Granny individuell ab. Die Agentur vermittelt nur den Kontakt. „Offen, mutig, tolerant und flexibel“ sollten die Frauen sein, sagt Hansen. 250 Euro kostet eine erfolgreiche Vermittlung. Auch als Gesellschafterinnen für Alleinstehende oder Haushüterin sind die Grannys inzwischen gefragt. Zusätzlich fällt eine einmalige Anmeldegebühr von 35 Euro an.

Lebenslanges Lernen

Statt ins Ehrenamt zieht es viele Senioren auch in die Universitäten. Laut Statistischem Bundesamt besuchen pro Semester fast 20.000 Senioren über 55 Jahre als Gasthörer die bundesdeutschen Hochschulen. Das lebenslange Lernen wird gefördert: Fast alle Unis bieten spezielle Seniorenstudiengänge an mit ausgewählten Veranstaltungen, aber ohne Examen. Man kann sich auch einfach als Gasthörer in seinem Interessensgebiet weiterbilden. Ein Abitur benötigt man dafür nicht. Jedoch ist meist eine Gebühr zu entrichten, je nach Uni zwischen 100 und 300 Euro pro Semester.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
07.11.2011 15:47 Uhr - von http://www.aupairnet24.de/
hervorragend!
Bemerkenswert ist, dass trotz des Alters Menschen sind so aktiv!
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