Sommer-Kurse an fremden Unis
Eine interessante Alternative zum Auslands-Jahr sind die Sommerkurse, die zahlreiche Universitäten weltweit anbieten. Schüler ab 15 Jahren können dort zwei bis drei Kurse belegen und schon einmal Uni-Luft schnuppern. Voraussetzung ist in der Regel der Abschluss der 10. Klasse. Die Agentur College Contact vermittelt kostenlos Sommerkurse, vor allem an amerikanischen Universitäten. Die Gebühren zahlen die Hochschulen. Obwohl die Vermittlung nichts kostet, ist das Hochschulschnuppern nicht gerade preiswert. Für sechs Wochen müssen Eltern um die 3.000 Euro zahlen.
Als Au-pair ins Ausland
Kostengünstig kommen junge Leute ab 18 als Au-pair ins Ausland. Voraussetzung ist, dass sie Kinder mögen und bereit sind, Zeit mit ihnen zu verbringen. Kost und Logis werden ebenso von der Gastfamilie getragen wie ein monatliches Taschengeld, eine Unfall-, Haftpflicht- und Krankenversicherung. Zahlreiche Agenturen vermitteln Au-pairs ins Ausland. Wichtig ist, dass der Vermittler eine 24-Stunden-Notfallhotline betreibt. Normalerweise muss der Jugendliche gar nichts oder eine geringe Vermittlungsgebühr von 100 bis 200 Euro bezahlen. Die restlichen Kosten übernimmt die Gastfamilie.
Freiwilligen-Programme in Europa
Jugendliche, die sich nicht mit Kindern und Haushalt beschäftigen wollen, können auch einen Freiwilligendienst absolvieren. Gefördert werden der Europäische Freiwilligendienst, das Soziale und Ökologische Jahr und der entwicklungspolitische Freiwilligendienst. Voraussetzung ist lediglich die Volljährigkeit. Nur Bewerber beim entwicklungspolitischen Freiwilligendienst brauchen Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung.
In welchem Land die Jugendlichen schließlich landen, ist nach Ansicht von Austausch-Expertin Luthringshauser nicht entscheidend. „Wichtig ist, dass der Jugendliche offen gegenüber Sprache und Kultur des Gastlandes ist und Lust hat, Neues zu entdecken und sich darauf einzulassen.“ Den Auslands-Aufenthalt auf eigene Faust zu planen sei nicht empfehlenswert. „Wenn etwas schief läuft, dann sitzt der Jugendliche alleine und ohne Hilfe im Ausland.“