Im Falle der Erkrankung
Treten erste Anzeichen einer Erkrankung auf, sollte der Betroffene besser zu Hause bleiben. Das gilt für Kinder, wie für Erwachsene. Bestätigt sich der Verdachtsfall, sollte man Ruhe bewahren und einen Arzt kontaktieren. Dabei möglichst die Praxis vorher telefonisch von dem Verdacht in Kenntnis setzen. Nur so können rechtzeitig Maßnahmen getroffen werden können, um das Personal und auch andere Patienten zu schützen. Eine Fahrt zur Notaufnahme eines Krankenhauses ist unangebracht und übertrieben: Der Verlauf der neuen Grippe wird von vielen als eher mild beschrieben und sogar als harmloser, als die der „echten“ Grippe. Auch Anti-Grippe-Mittel, wie zum Beispiel Tamiflu, sind nur in Ausnahmefällen nötig. „Wir empfehlen Bettruhe und fiebersenkende Mittel, wie bei einer normalen Grippe auch“, betont Dr. Wolfgang Krombholz, stellvertretender Landesvorsitzender des bayerischen Hausärzteverbandes. „Die Schweinegrippe erfordert keine Quarantäne, das ganz normale Leben geht weiter. Jedoch sind bestimmte Hygienemaßnahmen zu beachten“.
Hygienemaßnahmen beachten
Ist ein Familienmitglied erkrankt, gilt es die anderen möglichst vor einer Ansteckung zu bewahren. Der Erkrankte sollte deshalb – wenn es irgendwie möglich ist- in einem separaten Raum untergebracht sein, in dem er auch essen und trinken kann. Alle Gegenstände, die der Erkrankte benutzt, müssen gründlich gereinigt werden. Handtücher und Bettwäsche sollten dazu bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. „Ich rate auch zum anschließenden Bügeln, das wirkt wie eine Desinfektion“, empfiehlt der Experte. Ess- und Trinkgeschirr kann in Spülmaschine gesäubert werden. Eine gründliche Handreinigung mit heißem Wasser und Spülmittel, reicht allerdings auch aus. Besonders wichtig ist es auf die Handhygiene zu achten.
Darauf weist das Robert-Koch-Institut hin. Betroffene und pflegende Personen sollten regelmäßig und gründlich ihre Hände mit Seife waschen, denn gerade über die Hände gelangen die Erreger häufig von einer zur anderen Person. Dabei auch an Dinge denken, die oft mit den Händen berührt werden. So empfiehlt der deutsche Hausärzteverband auch die Reinigung von Türgriffen, Telefonhörern und sanitären Einrichtungen. Das Putzen mit normalen Haushaltsreinigern reicht dabei aus.