Durch das Altersvermögensgesetz hat jeder Arbeitnehmer seit 2002 einen Anspruch darauf, einen Teil seines Gehalts durch
Entgeltumwandlung für die betriebliche Altersversorgung zu verwenden. Allerdings stagniert laut einer aktuellen Umfrage des Versicherers Gothaer und der „Financial Times Deutschland“ der Markt, denn 91,4 Prozent der Befragten planen aktuell nicht, eine bAV abzuschließen oder eine bestehende aufzustocken.
Bei der Marktdurchdringung sind erhebliche regionale und Branchen-Unterschiede zu bemerken. So sind Arbeitnehmer in Industriebetrieben zu 71,8 Prozent durch eine bAV abgesichert, bei Handwerksbetrieben sind es nur 50,7 Prozent. Vor allem Kleinunternehmen, Dienstleistungsbetriebe und ostdeutsche Firmen bieten, so die Studie, überdurchschnittlich oft keine bAV an. So haben 45 Prozent der Mitarbeiter im Osten mangels Angebot des Arbeitgebers keine bAV. Das gilt auch für 36 Prozent der Mitarbeiter in Dienstleistungsbetrieben und 27 Prozent der Handwerker.