West-Ost-Unterschiede
In der Regel sind
Erbschaften, bei denen Immobilien mit im Spiel sind, deutlich wertvoller als andere Erbschaften. Aus diesem Grund fallen Nachlässe im Osten Deutschlands durchschnittlich niedriger aus. Hier werden in weniger als jedem dritten Erbfall auch Immobilien vererbt, im Westen dagegen in mehr als der Hälfte der Fälle. Zudem sind die Immobilien im alten Bundesgebiet meistens deutlich wertvoller. Beim vererbten Geldvermögen schneidet der Osten ebenfalls schlechter ab, doch sind die Ost-West-Unterschiede hier geringer.
Eigener Vermögensaufbau für die meisten weiter ein Muss
Die Studie macht auch deutlich, dass wegen der ungleichen Verteilung des zu vererbenden Vermögens die eigene Vermögensbildung und
Altersvorsorge für die meisten Erben unerlässlich bleiben wird. Seit langem seien die Wachstumsraten in Deutschland nicht mehr so hoch wie in früheren Jahrzehnten. Die Menschen müssten mehr in die eigene Altersvorsorge investieren, also bleibe später weniger zum Vererben. Schließlich führe auch die steigende Lebenserwartung dazu, dass die Rentner mehr vom eigenen Vermögen aufbrauchen. Zudem sind sie häufig auch konsumfreudiger. In Zukunft wird das Erbschaftsvolumen also schrumpfen.
Fazit: Die, die selbst schon viel haben, erben auch am meisten. Diejenigen aber, die es dringend bräuchten, um ihre fehlende Altersvorsorge zu kompensieren, erben am wenigsten. „Eigene Vorsorge bleibt also Pflicht“, sagt DIA-Sprecher Bernd Katzenstein.