
Gut vorbereitet und mit einer gesunden Portion Misstrauen sollten Verbraucher in eine Finanzberatung gehen
Finanzberater wollen etwas verkaufen, dessen sollten sich Anleger bewusst sein. Deshalb sollte man nie unvorbereitet in ein Beratungsgespräch gehen. Wie und wo Verbraucher sich gut informieren können.
Unsinnige Produkte, hohe Provisionen, schlechte Beratung – das muss nicht sein. Wer nicht an der Nase herumgeführt werden will, sollte gut vorbereitet in ein Anlagegespräch gehen und sich auch bei Verbraucherzentralen, der Stiftung Warentest oder unabhängigen Honorarberatern informieren.
Immer wieder bekommen Anleger Produkte empfohlen, die nicht zu ihren Bedürfnissen passen. Ein Gegenmittel dagegen ist, sich selbst schlau zu machen. Wer zumindest das kleine Einmaleins der Geldanlage beherrscht und ein paar Fachbegriffe wie Rendite (der effektive Ertrag einer Anlage pro Jahr), Ausgabeaufschlag (die Kaufgebühr bei Investmentfonds) oder Bonität (Zahlungsfähigkeit eines Schuldners) kennt, kann beim Anlagegespräch besser mitreden.
Gesundes Misstrauen mitbringen
Finanzberater müssen etwas verkaufen. Dies sollten sich Verbraucher immer vergegenwärtigen. „Erwarten Sie von dem Menschen, der Ihnen gegenübersitzt, keine Samariterhaltung. Ein gesundes Misstrauen kann nicht schaden“, sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt Julius Reiter.