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10.01.2013 13:54

Geringfügige Beschäftigung Das ändert sich 2013 bei Minijobs

von Fritz Himmel Autor
Ein beliebtes Beschäftigungsverhältnis bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern ist der Minijob. Seit 2013 gibt es hier einige wichtige Änderungen bei Neuverträgen.
Geringfügige Beschäftigung Was soll sich 2012 bei Minijobs ändern Finanzportal biallo.de
Die Anhebung der 400-Euro-Grenze bei Minijobs bedeutet mehr Flexibilität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Die Regierungskoalition hat seit 1. Januar 2013 die bis dahin abgabenfreie geringfügige Beschäftigung von 400 Euro auf 450 Euro erhöht. Außerdem sind alle neuen Minijobs rentenversicherungspflichtig. Bis dato gibt es in Deutschland bereits über sieben Millionen Minijob-Verhältnisse, davon allein im gewerblichen Bereich rund 6,8 Millionen.

Welche Auswirkungen bei Minijobs hat die Erhöhung auf 450 Euro?

Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bedeutet die Anhebung um 50 Euro vor allem erst einmal mehr Flexibilität. Grundsätzlich ist in solchen Fällen bei Dauerarbeitsverhältnissen ja der Durchschnittsverdienst aus zwölf Monaten entscheidend. Für beide Seiten bietet die Erhöhung somit den Vorteil, dass verstärkt in monatlich unterschiedlichem Umfang gearbeitet werden kann, ohne dabei gleich befürchten zu müssen, dass sich dadurch sofort die versicherungsrechtlichen Beurteilung ändert. Zusätzlich kann das Einkommen in zwei Monaten innerhalb eines Kalenderjahres unvorhergesehen die 450-Euro-Grenze überschreiten.
 
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Bei 450 Euro muss nicht Schluss sein

Was gilt jetzt bei der Rentenversicherung?

Vor 2013 waren Minijobber grundsätzlich rentenversicherungsfrei. Nur auf Wunsch und durch freiwillige Aufstockung mit Zusatzbeiträgen hatten sie die Möglichkeit, den vollen Versicherungsschutz mit allen Leistungen der Rentenversicherung zu erhalten.
Das ist ab jetzt anders – die Regel umgekehrt. Minijobber sind bei Neuverträgen ab 2013 grundsätzlich voll in der Rentenversicherung abgesichert und erhalten so unter anderem auch Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente und Riester-Förderung. Dafür müssen sie beispielsweise den Rentenversicherungsbeitrag des gewerblichen Arbeitgebers von pauschal 15 Prozent aus eigenen Mitteln aufstocken. Da ab 2013 der Beitragssatz bei der Rentenverversicherung von 19,6 auf 18,9 Prozent gesunken ist, zahlt der Minijobber somit nur noch 3,9 Prozent selbst dazu und sichert sich so vollwertige Pflichtbeitragszeiten. Maximal wären das dann 17,55 Euro monatlich bei einem 450-Euro-Verdienst.
Nur wenn dies vom Arbeitnehmer - also vom Minijobber selbst - ausdrücklich nicht gewünscht wird, kann ein Antrag auf Versicherungsfreiheit gestellt werden. Dann bleibt es weiterhin bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers. Diese neue Modell ist für alle Neuverträge ab 2013 gültig. Altverträge werden davon nicht automatisch betroffen - diese Minijobber können aber durch eigene Aufstockung ebenfalls die neuen Vorteile mit nutzen.
Für Minijobber in privaten Haushalten gilt das gleiche Prinzip. Sie müssten hier wegen des geringeren 5-Prozent-Pauschalbeitrags des Arbeitgebers allerdings 13,9 Prozent selbst dazu zahlen, um auf den vollen Rentenbeitragssatz von 18,9 Prozent zu kommen.

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Vorteile bei der Riester-Rente auch 2014 voll nutzbar

Das Aufstocken lohnt sich: Hat ein Minijobber zum Beispiel keine weiteren Einnahmen, so braucht er lediglich 60 Euro in einen Riester-Vertrag zu investieren, um die jährliche Grundförderung von 154 Euro zu erhalten. Für jedes Kind gibt es zusätzlich 185 Euro bzw. ab 2008 Geborene sogar 300 Euro jährlich oben drauf. Eine Frau mit einem 3-jährigen Kind bekäme so vom Staat 454 Euro im Jahr für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt.
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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
16.08.2013 22:33 Uhr - von U.Marquardt
400.-Eurojob auf 450,.-- Euro gesitzlich erhöht
Hallo zusammen, habe seit fast 1,5 Jahren einen Vertrag über 400,-- € Monatsverdienst. Der Arbeitgeber weigert sich, die neue gesetzliche Regelung auf 450,-- € monatlich vertraglich zu ändern. Ist das überhaupt möglich ?? Angeblich können ,alte`Verträge nicht auf 450,-- € Monatsverdienst geändert werden ????
30.04.2013 13:52 Uhr - von moSA79
Gleitzone
Für Beschäftigte, die vor dem 1. Januar 2013 in der Gleitzone über 400 bis 450 Euro beschäftigt waren, gilt die frühere Gleitzonenregelung bis zum 31. Dezember 2014 weiter. Für Beschäftigte, die vor dem 1. Januar 2013 ein Arbeitsentgelt oberhalb der Gleitzone von 800 bis 850 Euro erzielten, bleibt es bei der Anwendung des bis dahin geltenden Rechts. Die Beschäftigten können jedoch bis zum 31. Dezember 2014 die Anwendung der neuen Gleitzonenregelung wählen.
04.08.2012 10:53 Uhr - von Thomas
Effektiv entstehende Nachteile?
Die Frage ist doch, was im Versicherungsfall passiert. Hat es denn noch SInn, sich gegen Krankheit zu versichern, wenn die Zuzahlungen eh teilweise 80 Prozent der Kosten ausmachen? Hat eine Rentenversicherung noch Sinn, wenn nach langjähriger Beitragszahlung eine Hungerrente von 600 oder gar bloß 300 Euro gezahlt wird. Meiner Meinung nach ist da eine eigene Geldanlage zur Altersversorgung effektiver.
30.07.2012 13:53 Uhr - von Anja Sabine
Warum sollen eigentlich nicht die Arbeitnehmer zahlen?
Viele Minijobber arbeiten unter Bedingungen, die eigentlich nicht hinnehmbar sind. Es ist gang und gebe, dass weder Krankheits- noch Urlaubsgeld gezahlt wird. Zu Beginn wird einfach von den Arbeitgebern zur Bedingung gemacht, dass nur Lohn gezahlt wird, wenn auch gearbeitet wird. Der Arbeitnehmer kann sich nicht zur Wehr setzen ... dann wird eben jemand anders eingestellt. Die Stundenlöhne liegen dabei meist zwischen 5,50 und 7,50 EURO. Wäre es nicht eine Möglichkeit, etwas mehr Gerechtigkeit in die ganze Sache zu bringen, indem der Arbeitgeber wenigstens den vollen Rentenbeitrag zahlt? Wenn hier nicht grundsätzlich etwas passiert, zahlt der Staat ewig drauf. Viele Anwälte beispielsweise halten sich nur mit 400,00 EURO/Kräften, Auszubildenden und Praktikanten über Wasser. Die alleinstehenden 400,00 EURO/Kräfte sind dann auf Harz 4 angewiesen ... Vollzeitjobs werden Mangelware. So ist es in vielen Branchen.
10.07.2012 13:36 Uhr - von max-mem
Krankenversicherung
Hallo an meine Vorredner, ich sehe das etwas anders. Wenn du bis jetzt versicherungspflichtig angestellt warst, (also alle Sozialabgaben abgeführt wurden), mit einem Gehalt von 450€, dann ändert sich daran nichts auch wenn das Minijobentgeld angehoben wird. Ausschlaggebend ist dein jetziger Arbeitsstatus.
23.04.2012 13:12 Uhr - von Roetli
Krankenversicherung
@brummschleife: Wenn Du 450€ verdienst und Dein Arbeitgeber will keine Lohnerhöhung zahlen, fällst Du wahrscheinlich künftig unter die 450€-Grenze als geringfügig beschäftigt und Dein Arbeitgeber muß die pauschalierte Krankenversicherung für Dich abführen! Frag da einfach mal Deine Krankenkasse, eine Rechtsauskung ist meine Anmerkung nicht!
10.03.2012 20:04 Uhr - von Brummschleife
Was wird aus der Krankenversicherung ?
Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, was aus all jenen wird, die momentan zwischen 400 und 450 € verdienen (so wie ich) ?. Da ich genau 450 € brutto verdiene, werde ich nach der geplanten Anhebung schlagartig nicht mehr krankenversichert sein. Mein Arbeitgeber signalisierte mir, dass er mein Gehalt nicht anheben wird.
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