Immobilienkäufer in Nordrhein-Westfalen sollten sich beeilen: Zum 1. Oktober 2011 wird der
Erwerb von Wohneigentum deutlich teurer, denn die Grunderwerbsteuer steigt von 3,5 auf fünf Prozent. „Mit den erwarteten Mehreinnahmen werden wir den Haushalt weiter konsolidieren“, sagt Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Dass der Minister mit einem erheblichen Steuerplus rechnen kann, zeigt eine einfache Rechnung: Ein Einfamilienhaus zum Preis von 350.000 Euro kostet dann 17.500 Euro an Grunderwerbsteuer. Bislang waren es mit 12.250 Euro immerhin 5.250 Euro weniger. Eine Eigentumswohnung zum Preis von 200.000 Euro kostet künftig 10.000 Euro Grunderwerbsteuer statt 7.000 Euro.
Vor Nordrhein-Westfalen hatten bereits Niedersachsen und Bremen den Steuersatz von 3,5 auf 4,5 Prozent angehoben. Im letzten Jahr waren Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt vorgeprescht und hatten ihre Steuersätze um jeweils ein Prozent erhöht. „Eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer um einen Prozentpunkt bedeutet für Immobilienkäufer einen Anstieg der Erwerbsnebenkosten um etwa zehn Prozent“, sagt Michael Schick vom Immobilienverband IVD. Auch Immobilienkäufer in Schleswig-Holstein sollten sich sputen, denn dort sind künftig ähnlich wie in NRW fünf Prozent
Grunderwerbsteuer fällig. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz denken ebenfalls über höhere Steuersätze nach.