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12.07.2012 12:16

Nichtveranlagungs-Bescheinigung Freibrief vom Fiskus

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Viele Rentner liegen mit ihrem steuerpflichtigen Gesamteinkommen unter allen Freibeträgen und müssten eigentlich gar keine Steuern zahlen. Dennoch behält die Bank auf Sparzinsen und Dividenden Abgeltungsteuern ein. Wie reagieren?
Nichtveranlagungs-Bescheinigung Freibrief vom Fiskus Finanzportal Biallo.at
Die NV-Bescheinigung hilft nicht nur Rentnern beim Steuern sparen
Banken behalten Abgeltungsteuer auf Sparzinsen und Dividenden ein, sobald das zulässige Freistellungsvolumen von 801/1.602 Euro (Ledige/Verheiratete) ausgeschöpft ist.

Überhöhte Steuerabzüge können sich Rentner danach nur über die jährliche Steuererklärung zurückholen. Dabei könnten sich viele den Papierkrieg sparen - indem sie einen Antrag auf Erteilung einer Nichtveranlagungsbescheinigung ausfüllen. Erteilt das Finanzamt diese Bescheinigung und legt man diese seiner depot- oder kontoführenden Bank vor, kann man für insgesamt drei Jahre im Voraus unnötige Steuerabzüge und die Mühsal einer Steuererklärung vermeiden. Das Finanzamt stellt die NV-Bescheinigung Steuerzahlern aus, die einen Wohnsitz in Deutschland unterhalten und wenn die Einkünfte im Kalenderjahr 2012 absehbar unter dem steuerlichen Grundfreibetrag von 8.004/16.009 Euro (Ledige/Verheiratete) bleiben. Nach Ablauf der Dreijahresfrist muss die Bescheinigung erneut beantragt werden. Den Antragsvordruck NV 1 A erhalten Steuerzahler bei ihrem örtlichen Finanzamt oder zum Download unter www.formulare-bfinv.de, unter den Stichworten „Formularcenter, Formulare A-Z, Nichtveranlagungsbescheinigung“.
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Vermögen auf die eigenen Kinder übertragen?

Die NV-Bescheinigung hilft nicht nur Rentnern beim Steuern sparen. Auch andere Geringverdiener, Studenten und Kinder mit Sparvermögen unterliegen aufgrund ihres niedrigen Einkommens überhaupt keiner Steuerpflicht und können damit unnötige Steuerabzüge der Bank vermeiden. Um Steuern zu sparen, kann es sich außerdem lohnen, Vermögen auf die eigenen Kinder zu übertragen. Denn die Sprösslinge gelten bereits im zarten Windelalter als vollwertige Steuerzahler, die aber eine ganze Palette eigener Steuerfreibeträge nutzen können. Neben dem Grundfreibetrag von 8.004 Euro zählt dazu der Sparerpauschbetrag von 801 Euro und der Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro. Das summiert sich auf ein Freibetragsvolumen von 8.841 Euro pro Kind. Erzielt der Nachwuchs mit Zins- und Dividendenpapieren eine jährliche Rendite von ca. vier Prozent, bleibt so ein Vermögen von rund 220.000 Euro steuerlich unbelastet.
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Ab 2013 Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern

Schenkungsteuer fällt bei dem Vermögenstransfer auf die eigenen Kinder erst an, wenn die Zuwendungen von jedem Elternteil in einem Zehnjahreszeitraum einen Freibetrag von 400.000 Euro übersteigen, Großeltern können jeweils 100.000 Euro steuerfrei verschenken. Vorsicht: Allzu üppig darf die Schenkung bei volljährigen Kindern nicht ausfallen – sie werden selbst in der Krankenversicherung beitragspflichtig, wenn ihr Einkommen in 2012 monatlich mehr als 375 Euro (jährlich 4.500 Euro) beträgt.
Transferieren Eltern und Großeltern Wertpapiere in die Depots ihrer Kinder und Enkel, behandelt die Bank den Übertrag als Verkauf und behält Steuern ein. Einen Steuerabzug kann man nur vermeiden, wenn die Transaktion gegenüber der Bank als Schenkung offenbart wird. Die meldet den Vorgang postwendend an den Fiskus weiter. So erfährt das Finanzamt automatisch von eventuell steuerpflichtigen Schenkungen. Auch bei den NV-Bescheinigungen schaut der Fiskus künftig genauer hin – ab 2013 müssen Banken und Sparkassen die steuerfrei gestellten Kapitalerträge an das Bundeszentralamt für Steuern in Bonn melden.
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