Ein Drittel der Bundesbürger hat schon einmal eine
Erbschaft gemacht, 23 Prozent rechnen damit, künftig zu erben. Damit haben mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland schon einmal etwas geerbt. Das geht aus der Erbschaftsstudie 2011 der Postbank hervor. Für die Studie wurden 1.811 Personen ab 16 Jahren durch das Institut für Demoskopie Allensbach befragt. Einer internen Auswertung der Postbank zufolge wurden in den vergangenen vier Jahren fast 3,5 Milliarden Euro durch Postbankkunden weitervererbt.
Den Ergebnissen der Erbschaftstudie zufolge erben Frauen mit einem Anteil von 35 Prozent deutlich häufiger als Männer, bei denen nur 30 Prozent bereits geerbt haben. Grund dafür dürfte die höhere Lebenserwartung von Frauen sein, die häufig den Ehegatten überleben. Damit steigt auch insgesamt für sie die Wahrscheinlichkeit, etwas von einem anderen Familienmitglied zu erben.
Laut Studie wird in Ost- und Westdeutschland annähernd gleich häufig geerbt. Die Hälfte aller Erbschaften in Deutschland hat einen Wert von unter 25.000 Euro. In Westdeutschland sind die Erbschaften höher als in Ostdeutschland. So beträgt im Osten zu 61 Prozent der Wert eines Erbes weniger als 25.000 Euro. Im Westen sind es 45 Prozent aller Fälle. Dagegen haben hier 19 Prozent aller Erbschaften einen Wert von mehr als 100.000 Euro. Im Osten ist dies nur bei knapp drei Prozent der Fall - also sechs Mal seltener. Ebenso auffällig: Erbschaften im sechsstelligen Bereich sind eher in Klein- als in Großstädten zu finden.