Private Bank- und Fondssparpläne verlieren jährlich bis zu einem Viertel ihrer Erträge ans Finanzamt. Schuld daran ist die Abgeltungsteuer, die 25 Prozent der Zinsgutschriften und Fondsausschüttungen kassiert. Gerade bei Sparplänen mit Misch- oder Rentenfonds kann dadurch viel Rendite verloren gehen, denn diese Fonds generieren ihre Zuwächse zu einem guten Teil über Zinsgewinne.
Beispiel: Erzielt ein Mischfonds sechs Prozent Durchschnittsrendite und entfallen davon 1,6 Prozent auf jährliche Fondsausschüttungen, so kassiert das Finanzamt 0,4 Prozent der Rendite. Bei monatlicher Zahlung von 150 Euro über 20 Jahre käme dadurch statt 68.015 Euro nur ein Endbetrag von 65.048 Euro zustande – knapp 3.000 Euro weniger.
Steuernachteile entstehen auch, wenn das Fondsdepot aufgrund veränderter Ertragschancen umgeschichtet werden soll. Beim Verkauf von Anteilen, die seit 2009 erworben wurden, unterliegen aufgelaufene Kursgewinne der Abgeltungsteuer. Damit kassiert auch hier das Finanzamt ein Viertel des Zuwachses.