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Datenkrake iPhone

Geo-Ortung inklusive

02.09.2010 12:50
Von Caroline Benzel
Datenkrake iPhone Handy Mobilfunk Geo-Ortung inklusive Finanzportal Biallo.de
Wer im iTunes-Store shoppen geht, sollte sich die Nutzungsbedingungen genau ansehen
Google Streetview, Facebook und jetzt auch noch das iPhone. Der moderne Kommunikator von heute hat es nicht einfach, wenn er seine Daten vor Unbefugten schützen will. Auch Apple sammelt und speichert die Standortdaten von iPhones und iPads.
Dass man gegen die Veröffentlichung seiner Hausfassade auf Google Streetview Einspruch einlegen kann, weiß dank Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner inzwischen so ziemlich jeder Bundesbürger. Und auch dass Facebook mit seinen Nutzerdaten teilweise großzügiger umgeht, als deutsche Datenschützer sich das wünschen, ist bekannt.
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Nur wenige kennen die AGB

Doch selbst das eigene iPhone kann zum Datenleck werden – und zwar ohne dass böse Hacker vorher einen Trojaner eingeschleust haben. In den Nutzungsbedingungen von iTunes heißt es:

„Um standortbezogene Dienste auf Apple-Produkten anzubieten, können Apple und unsere Partner und Lizenznehmer präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben, einschließlich des geographischen Standorts Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit. Diese Standortdaten werden in anonymisierter Weise erhoben, durch die Sie nicht persönlich identifiziert werden. Diese werden von Apple und unseren Partnern und Lizenznehmern verwendet, um Ihnen standortbezogene Produkte und Dienste anzubieten und diese zu verbessern. Wir geben beispielsweise Ihren geographischen Standort an Anwendungsdienstleister weiter, wenn Sie deren Standortdienste auswählen.“
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Wer eine Anwendung im iTunes-Store kaufen will, muss den Nutzungsbedingungen und damit der Übertragung der Geo-Daten zustimmen. Vielen Anwendern dürfte allerdings nicht klar sein, dass sie mit der Nutzung ihres Handys auch gleich die Standortdaten weitergeben.

Diese werden zusätzlich gespeichert, wie der britische Informatiker Pete Warden herausgefunden hat. Er hat ein Programm geschrieben, mit dem das Bewegungsprofil eines iPhone-Nutzer leicht nachvollzogen werden kann. Gespeichert werden die Daten anscheinend seit einem Software-Update von Mitte 2010.

iPhone-Fans, die nicht gleich das Handy abschaffen wollen, oder wie in diesem Video in den Mixer werfen, haben eine andere Möglichkeit, die Übertragung der Standortdaten zu stoppen.

Im Einstellungsmenü kann man einzelnen Programmen das Sammeln von Standortdaten verbieten. Im Menüpunkt Ortungsdienste werden die Anwendungen angezeigt, die in den letzten 24 Stunden den Standort des Nutzers abgefragt haben. Dort können einzelne Apps für den Zugriff auf den GPS-Empfänger gesperrt werden.
Diese Sperre dürfte in vielen Fällen den Nutzen einer Anwendung zerstören. Denn wie sollen beispielsweise alle italienischen Restaurants in der Nähe angezeigt werden, wenn die Geodaten nicht übertragen werden dürfen?

Wer das Speichern der Daten verhindern will, kann eines der verschiedenen Programme nutzen, das nach dem Bekanntwerden der Datenspeicherung geschrieben worden ist. Um die Software namens "Untrackered" zu nutzen, ist aber ein "Jailbreak", ein von Apple unerwünschter Eingriff das iPhone-System, Voraussetzung.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Eine funktionierende, praktische Anwendung oder der Schutz der Privatsphäre gegen einen möglichen Missbrauch.
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Leserkommentare

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08.09.2010 11:38 Uhr
Illumed Rebel: alles nur illusion
das ist wohl der preis, den die menschheit dafür zahlen muss, wenn sie weiterhin solche sinnlosen dienste in anspruch nehmen! folge dessen - der verlust von rechten und letztendlich unsere freiheit.... awake and open your mind
Foto: colourbox.com ID:4293
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