Wer eine Anwendung im iTunes-Store kaufen will, muss den Nutzungsbedingungen und damit der Übertragung der Geo-Daten zustimmen. Vielen Anwendern dürfte allerdings nicht klar sein, dass sie mit der Nutzung ihres Handys auch gleich die Standortdaten weitergeben.
Diese werden zusätzlich gespeichert, wie der britische Informatiker Pete Warden herausgefunden hat. Er hat ein
Programm geschrieben, mit dem das Bewegungsprofil eines iPhone-Nutzer leicht nachvollzogen werden kann. Gespeichert werden die Daten anscheinend seit einem Software-Update von Mitte 2010.
iPhone-Fans, die nicht gleich das Handy abschaffen wollen, oder wie
in diesem Video in den Mixer werfen, haben eine andere Möglichkeit, die Übertragung der Standortdaten zu stoppen.
Im Einstellungsmenü kann man einzelnen Programmen das Sammeln von Standortdaten verbieten. Im Menüpunkt Ortungsdienste werden die Anwendungen angezeigt, die in den letzten 24 Stunden den Standort des Nutzers abgefragt haben. Dort können einzelne Apps für den Zugriff auf den GPS-Empfänger gesperrt werden.
Diese Sperre dürfte in vielen Fällen den Nutzen einer Anwendung zerstören. Denn wie sollen beispielsweise alle italienischen Restaurants in der Nähe angezeigt werden, wenn die Geodaten nicht übertragen werden dürfen?
Wer das Speichern der Daten verhindern will, kann eines der verschiedenen Programme nutzen, das nach dem Bekanntwerden der Datenspeicherung geschrieben worden ist. Um die Software namens "Untrackered" zu nutzen, ist aber ein "Jailbreak", ein von Apple unerwünschter Eingriff das iPhone-System, Voraussetzung.
Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Eine funktionierende, praktische Anwendung oder der Schutz der Privatsphäre gegen einen möglichen Missbrauch.