Provider wie Tele2 und Freenet oder Mobilfunkanbieter wie O2 offerieren Komplettpakete für Telefon und Internet, bei denen kein herkömmlicher Festnetzanschluss mehr notwendig ist. Telefoniert wird dabei unkompliziert mit den normalen Telefonapparaten über die DSL-Leitung.
Die Kommunikationspakete beinhalten einen DSL-Anschluss, einen Internet-Telefonanschluss (VoIP) sowie je eine Flatrate fürs Internet und Telefonate ins deutsche Festnetz - und das je nach DSL-Geschwindigkeit ab rund 25 Euro monatlich. VoIP-fähige Hardware, an die man die vorhandenen Telefonapparate einfach anschließen kann, erhalten Neukunden in der Regel gratis oder zum Subventionspreis (20 bis 30 Euro) vom Provider gleich mit. Telefoniert wird genauso wie bisher, ein PC ist dazu nicht nötig.
Aktuelle Preisbeispiele:
- Wer direkt online ordert, erhält von Tele2 das DSL 16.000er-Doppelflat-Paket „Komplett16000“ für 34,95 Euro im Monat plus eine sofortige Gutschrift in Höhe von 100 Euro. Bei einer Mindestvertragslaufzeit von nur 12 Monaten zahlen Neukunden somit de facto nur 26 Euro monatlich. Zusätzlich gibt es noch einen Reisegutschein in Höhe von 100 Euro.
- Eine andere Paketkombination offeriert O2. Neukunden erhalten neben einem Voip-Telefon- und Internetanschluss (DSL16.000) eine Surf-Flatrate sowie eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz sowie ins O2-Mobilnetz. Bei einer Vertragslaufzeit von allerdings 24 Monaten fallen hierfür im ersten Jahr 25 Euro monatlich und ab dem 13. Monat je 35 Euro an. Über die gesamte Laufzeit gerechnet zahlt man somit 30 Euro im Monat an Grundgebühr.
Qualität geht vor Preis
Kriterium bei der Wahl solcher sogenannter „entbündelter“ Anschlüsse sollte jedoch nicht allein ein günstiger monatlicher Gesamtgrundpreis sein. „Wichtig ist vor allem die Leistung des VoIP-Anschlusses, da hier die Telefonate nicht mehr über den normalen Festnetzanschluss sondern über das Internet geführt werden“, empfiehlt Josefine Milosevic vom Branchenmagazin "Connect". So wird bei Tele 2 oder O2 zum Beispiel der genutzte Teil der zum Hauptverteiler führenden Leitung virtuell in zwei Kanäle getrennt – der eine ist für die Telefonie reserviert, der andere für die restlichen Datenpakete. Dadurch bleibt die optimale Gesprächsqualität erhalten und wird nicht durch andere über den Anschluss surfende Nutzer beeinträchtigt. Auch sollte man darauf achten, dass eine echte Ortsnetznummer zugeteilt wird, man gleichzeitig auf mehreren Leitungen telefonieren kann, eine Rufnummern-Portierung (Mitnahme der alten Telefonnummer) angeboten wird und es günstige Gesprächspreise für Verbindungen in die deutschen Mobilfunknetze oder ins Ausland gibt. Denn Telefonieren über die Call-by-Call-Methode ist nicht mehr möglich. Eine gründliche Analyse des eigenen Telefonverhaltens – wie bei jedem Wechsel von einem T-Home-Anschluss – empfiehlt sich also.
Keine große technische Umstellung im Haushalt
Abgesehen von der technischen Internet-Zugangsart braucht ein Kunde sich weder fürs Telefonieren noch fürs Surfen im Internet neu zu orientieren. Er nutzt wie gewohnt mit Hilfe eines einfachen Telefonadapters weiterhin seine bereits vorhandenen Telefonapparate und kann sich normal über das DSL-Modem ins Internet einwählen. Häufig sind sogar der notwendige Telefonadapter sowie das DSL-Modem bereits im Router integriert.
Einfacher Anbieter-Wechsel
Grundsätzlich ist ein Wechsel vom bisherigen normalen Festnetztelefonanschluss zum Telefonieren über DSL unkompliziert: Man bestellt beim neuen Anbieter, dieser kümmert sich um die Umstellung des Anschlusses und sorgt dafür – falls man das möchte – dass man sogar die bisherige Telefonnummer weiterhin behalten kann.