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08.09.2011 13:54

Handy-Sicherheit

Traue keinem über dreizehn

von
Im Thriller „Sie sehen Dich“ installieren besorgte Eltern ein Spionageprogramm auf dem Rechner ihres Sohnes. Erst später merken sie, dass die eigene Tochter ebenfalls die Kommunikation der Eltern überprüft – und nicht Handy-Spiele spielt, wie sie behauptet.
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Handys enthalten meist sensible Daten
Handys enthalten sensible Daten: Persönliche Nachrichten, geschäftliche E-Mails, Fotografien und teilweise speichern sie sogar, wo man wann gewesen ist. Wer seine Privatsphäre schützen will, sollte deshalb niemals sein Handy unbeaufsichtigt herumliegen lassen. Denn manchmal ist die Neugier von Kindern, Kollegen oder dem Partner einfach stärker als alle Ethik. Tipp: Eine Bildschirmsperre einrichten, die schon nach wenigen Minuten der Inaktivität in Kraft tritt und nur mit einem Passwort gelöst werden kann. Auch einfache Modelle bieten in der Regel diese Möglichkeit, meistens unter dem Menü-Punkt "Sicherheit".
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Geht es allerdings um richtiges Ausspionieren und nicht um einen schnellen, verbotenen Blick auf die SMS-Liste, dann hilft auch der beste Passwortschutz nichts. Spionage-Programme, die solche Passwörter knacken, sind inzwischen ohne Probleme im Internet zu beschaffen.

Der Lebenspartner will wissen, welche Nachrichten Sie Ihrem Ex-Freund schreiben? Mit Hilfe der Software „Oxygen Forensic Suite“, könnte er es herausfinden, selbst wenn die Nachrichten bereits gelöscht sind. Das Programm funktioniert bei Symbian-Handys, Windows Mobile-Geräten, Blackberry, Apple- und Android-Geräten.
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Die Software wird nach Angaben des Herstellers in über 50 Ländern von Ermittlern genutzt. Erschreckend: Auch Privatleute können eine voll funktionstüchtige Testversion herunterladen und damit fremde Handys ausspionieren. Generell gilt: Was möglich ist, ist deshalb noch lange nicht erlaubt. In Deutschland ist es verboten, fremde Daten auszuspionieren.

Vorm Verkauf gründlich löschen

Wer sein altes Handy verkaufen will, sollte darauf achten, dass die alten Daten wirklich gelöscht sind. Damit das klappt, müssen alle Daten erst gelöscht und dann überschrieben werden, beispielsweise mit Musikdateien - und zwar am besten mehrfach.

Beim iPhone muss man dafür zunächst unter "Einstellungen" auf "Allgemein" und "Zurücksetzen" gehen und danach "Inhalte und Einstellungen löschen". Bei anderen Geräten funktioniert das Löschen über "Werkstand zurücksetzen". Wer sich unsicher ist, wie das Löschen beim eigenen Handy funktioniert, sucht am besten Hilfe beim Hersteller oder in einem Online-Forum.

Behalten statt wegwerfen

Wer ganz sicher sein will, dass keine Fremden das SMS-Gesäusel mit dem Liebsten lesen, behält sein Handy einfach als Ersatzgerät.

Firmen, die auf ihre Geschäftsgeheimnisse Wert legen, sollten Alt-Geräte generell nicht verkaufen, sondern zerstören. Anregungen zur Handy-Zerstörung finden sich bei Youtube. Neben der Zerstörung im Mixer, bietet sich das Plattfahren mit dem Auto oder die brutale Zerstörung per Hammer an.
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