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28.04.2009 08:00

Handykosten

Wann lohnen sich Bonusprogramme im Mobilfunk?

von
Handy Mobilfunk Bonusprogramme Prepaid Verbraucherportal Biallo.de
Bonusprogramme sind ein beliebtes Mittel zur Kundenbindung. Die Programme der Handy-Anbieter lohnen sich nur zum Teil. Der Grund: Das Punktesammeln ist teilweise mühsam, erzielte Punkte verfallen, oder die Prämien sind unattraktiv. O2 und Vodafone scheinen dem eigenen Service nicht zu trauen. Ab einem bestimmten Umsatz gibt es eine Extra-Kunden-Hotline.


E-Plus mit Treuevorteil


Das Bonusprogramm von E-Plus ist etwas für Vertragskunden mit langem Atem. Wer sich für den sogenannten Treuevorteil entscheidet, bekommt Rabatt, sofern er nicht nur E-Plus, sondern auch seinem gebuchten Tarif treu bleibt. Nach einem Jahr gibt es zehn Prozent Ermäßigung auf den Grundpreis, danach geht er alle zwei Jahre in Zehn-Prozent-Schritten bis maximal 40 Prozent herunter. Der Pferdefuß: Mobilfunkverträge werden mit der Zeit immer günstiger, es dürfte sich in den seltensten Fällen lohnen, sieben Jahre in einem Tarif zu bleiben, um die maximale Rabattstufe zu erreichen.


Auch Prepaid-Kunden können bei E-Plus punkten. Jeder aufgeladene Euro bringt eine Gutschrift von einem Cent. Ab einem Betrag von 25 Euro kann man die Gutschrift einlösen. Aber Vorsicht: Die Punkte verfallen nach 24 Monaten.

O2 ist selbst untreu


Netzbetreiber O2 nimmt es mit der Treue selbst nicht so genau. Ende 2008 wurde das Bonusprogramm Bonuswelt eingestellt, die gesammelten Punkte verfielen. Das neue Programm heißt Vorteilspartner und scheint vor allem eine Möglichkeit für Werbepartnerschaften zu sein. O2-Kunden bekommen auf ausgewählte Produkte Rabatt. Drei Monate lang Spiegel lesen kostet für 02-Kunden beispielsweise 28 Euro. Wird direkt auf der Spiegel-Seite bestellt, liegt der Preis bei 29 Euro und es gibt noch ein Geschenk dazu.

Wer sechs Monate lange mehr als 90 Euro pro Monat für seine Mobilfunkrechnung ausgibt, wird O2-Premium-Kunde. Die Gegenleistung: Service über eine Premium-Hotline und kostenloser Austausch defekter Handys.

Vodafone gibt sich klassenbewusst

Vertragskunden und Prepaid-Kunden, die das Lastschriftverfahren nutzen, können sich bei Vodafones Star-Prämienprogramm anmelden. Pro vertelefonierten bzw. aufgeladenem Euro gibt es einen Punkt (= einen Cent) Guthabenbonus, eingelöst wird erst ab 1500 Punkten. Die Punkte sind drei Jahre lang gültig, im Tausch gibt es Gesprächsguthaben oder Prämien. Zusätzlich zum Punktesammeln können Vertragskunden einen Sonderstatus erreichen. Liegt der Umsatz der vergangenen zwölf Monate bei mehr als 600 Euro bekommt man den Silber-Status, ab 1.500 Euro wird man Gold-Kunde und ab 3.000 Euro gibt es Platin. Je nach Status winken unterschiedliche Vergünstigungen, wie eine bessere Kundenbetreuung und ein Ersatz-Handy innerhalb von 48 Stunden.
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T-Mobile hilft beim Meilensammeln


Die Mutter aller Prämienprogramme ist sicherlich das Miles & More Programm von Lufthansa. T-Mobile-Vertragskunden können sich für jeden vertelefonierten Euro eine Meile gutschreiben lassen. Rabatt auf ein neues Handy bekommen Kunden im Diamant-Status. Dieser Status wird teuer erkauft – mit drei aufeinander folgenden Monatsrechnungen von mindestens 150 Euro. Prepaid-Telefonierer bekommen von T-Mobile ein vergünstigtes Handy, wenn sie sich bei Xtra Bonus anmelden. Ab 50 Punkten zahlen sie nur noch die Hälfte. Das Punktesammeln funktioniert bei jeder Aufladung, für 15 Euro gibt es einen Rabattpunkt, für 50 Euro fünf Punkte.

Fazit: Auch bei den Bonusprogrammen müssen Handy-Kunden genau hinsehen. Dort, wo Riesenumsätze zur Teilnahme notwendig sind, sollten Sie lieber über einen Tarifwechsel nachdenken.

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