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02.02.2012 08:00

Internet

Vorsicht – Daten-Klau im Urlaub

von
Internet Internetcafe Hotel-Computer Daten-Klau im Urlaub Verbraucherportal Biallo.de
Im Internet-Cafe oder am frei zugänglichen Hotel-Computer schnell die Emails abrufen oder den Kontostand prüfen – das ist für viele Reisende inzwischen völlig normal. Doch allzu sorglos sollte man mit Passwörtern und Sicherheits-Codes an fremden Rechnern nicht umgehen. Oft werden Daten-Diebe gerade dann aktiv, wenn Anwender in Urlaubsstimmung es mit der Sicherheit nicht ganz so genau nehmen.
Zu vermeiden sind laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor allem Online-Banking und Online-Einkäufe. Spezielle Programme, so genannte Keylogger, protokollieren unbemerkt die Tastatureingaben und schreiben so Passwörter und andere Sicherheits-Codes mit. Anschließend können die Diebe auf Rechnung ihrer Opfer im Internet einkaufen oder teure Dinge ersteigern. „Öffentlich zugängliche Rechner in Internetcafes, Hotels und Flughäfen sind in der Regel nur unzureichend mit Antiviren-Software ausgestattet. Daher besteht dort eine erhöhte Gefahr, dass die Rechner mit Spyware oder anderen Schädlingen verseucht sind“, warnt Ralf Benzmüller von G DATA, einem Anbieter für Internet-Sicherheitslösungen.
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Zudem haben auch nachfolgende PC-Nutzer die Möglichkeit, vorangegangene Aktivitäten etwa über die Verlaufsfunktion des Browsers leicht nachzuvollziehen. Mit etwas technischem Geschick lassen sich so vertrauliche Daten herausfinden – selbst wenn der ahnungslose Urlauber die betreffenden Internetseiten geschlossen und sich abgemeldet hat. Daher sollten vor dem Verlassen des Computer auch immer der "Cache" des Browsers und der Verlauf gelöscht werden. Wer E-Mails verschickt, entfernt besser auch die Einträge im Ordner „Gesendete Nachrichten“, um sich und seine Freunde vor einer späteren Flut von Spam-Mails zu schützen.

Externe Speichermedien wie etwa USB-Sticks oder Festplatten sollten nur angeschlossen werden, wenn die PCs über aktuelle Virenschutzsoftware verfügen. Ist das nicht zu vermeiden, rät das BSI später zu Hause die Medien erst mit einem aktuellen Virenscanner auf Schädlinge zu kontrollieren, bevor man auf die Daten zugreift. Andernfalls könnte sonst der heimische PC verseucht oder mit Spionageprogrammen geladen werden.

Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
06.01.2010 05:18 Uhr - von Rolf Neidlein
Vorsicht ist angebracht
Ich kann die genannten Vorsichtsmaßnahmen bezüglich externer Speichermedien aus eigener Erfahrung jedem empfehlen. Aufgrund fehlender Druckmöglichkeit im Hotel hatte ich meinen Hotelvoucher (pdf-Datei) auf einen leeren USB-Stick gespeichert und in einem nahegelegenen Internet-Cafe über den Admin-PC ausdrucken lassen. Als ich später den USB-Stick wieder an mein Notebook andockte hat meine Sicherheitssoftware sofort Alarm ausgelöst und 1 Trojaner sowie 3 Viren gelöscht. Es ist also jedem zu empfehlen, die Sicherheitssoftware am eigenen PC auf aktuellem Stand zu halten und externe Speichermedien, sofern Sie im Urlaub an fremden Rechnern angedockt waren, zuhause auf Schadsoftware zu überprüfen. Da nicht alle Hotels einen kostenlosen Internetzugang (WiFi oder LAN) anbieten, habe ich mir einen sogenannten USB-Airstick und eine Simkarte mit Minutenpaket eines lokalen Mobilfunkanbieters zugelegt. Diesen verwende ich (trotz SSL) aus Sicherheitsgründen auch, wenn ich auf einer Webseite kritische Daten wie Kreditkartendaten eingeben muss (z.B. bei Hotelbuchungen).
12.10.2009 23:43 Uhr - von Till Wollheim
Keine Hysterie bitte!!
Also ich bin jeden Tag rund um die Uhr im Internet - seit bald 10 Jahren. Mir ist noch nie was passiert. Gut ich gehe auch nicht auf Halbwüchsigen-Seiten, aber früher war ich schon auf Serials und Crackseiten - nie was passiert. So gefährlich ist es auch nicht. Man muß halt ein gesundes Maß an Vorsicht walten lassen, dann passiert auch nichts. Die Leute, die bankmäßig beklaut werden, sind sicherlich totale Trottel! Natürlich habe ich NIS drauf. Till
28.07.2009 19:55 Uhr - von Martin
Auch WLan muss nicht sicher sein
Wenn man ein eigenes Laptop dabeihat und damit im Hotel WLan unterwegs ist, muss das nicht heißen, dass man sicher ist. Eine Attacke mit einem Keylogger wird zwar dann nicht mehr so einfach sein, da der Rechner von zuhause höchst wahrscheinlich sauber ist. Jedoch könnten Passwörter zwischen WLan und Internet mühelos mitgekoppelt werden. Dies kann nur passieren, wenn die Verbindung nicht verschlüsselt ist, von daher sollten auf jeden Fall verschlüsselte Verbindungen genutzt werden (SSL). Auch bei Webseiten sollte auf SSL geachtet werden, dann ist die Verbindung vom Server bis zum Rechner verschlüsselt und kann nicht vom Betreiber des WLan abgehört werden. Leider bieten einige Seiten keinen Login über SSL an und somit wird das Passwort einfach so im Klartext übertragen. Abhilfe schafft hier nur noch ein VPN. Wenn man sicher gehen möchte: Während des Urlaubes mitkoppeln, welche Passwörter übertragen wurden und diese danach ändern.
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Foto: Oliver Fantitsch/ddp ID:1317
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