Kein Impressum, keine Kontaktdaten
Demnach hatte über die Hälfte der Stores kein ordnungsgemäßes Impressum, so dass die Kunden im Fall einer Beschwerde nicht wissen, mit wem sie Kontakt aufnehmen können. Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ließen in vielen Fällen zu wünschen übrig. So heißt es in den AGB des Ovi-Stores, der von Nokia betrieben wird: „Daher werden wir Ihre personenbezogenen Daten über internationale Grenzen hinaus… übertragen… in denen es keine Datenschutzgesetze für personenbezogene Daten gibt…“
Apple ist nicht ganz so unverhohlen, lässt sich aber ebenfalls praktisch alle Rechte auf die personenbezogenen Daten einräumen. Wer eine Löschung dieser Daten beantragt kann bei Apple auf folgende Hindernisse stoßen: „Wir können die Bearbeitung von Anfragen ablehnen, wenn diese unbegründet widerholt werden, unverhältnismäßigen technischen Aufwand erfordern oder ( …) extrem unpraktikabel sind.“
Auf welche Daten genau die Apps Zugriff nehmen, ist für die Handy-Inhaber extrem schwer nachzuvollziehen. Nur Windows Phone Marketplace, Android Market und Androidpit bemühen sich den Testern zufolge um Transparenz, und informieren die Kunden darüber auf welche Telefonfunktionen und damit auf welche Daten die Anwendungen Zugriff nehmen.
Vorsicht beim App-Kauf
Generell gilt: Auch beim App-Kauf sollte man den gesunden Menschenverstand einschalten und nicht einfach jedes Programm per Fingertipp auf dem
Handy installieren, nur weil es so schön schnell geht.
Lesen Sie die Informationen zur angebotenen App genau durch und überlegen Sie sich, ob Sie den notwendigen Zugriff auf Ihrem Telefon wirklich zulassen wollen. Einen guten Anhaltspunkt geben auch die Bemerkungen anderer Käufer. Eine ganz neue App sollte man nicht unbedingt erwerben. Auch eine kleine Internet-Recherche kann nicht schaden. Sobald Apps Schädlinge oder ungewollte Nebenwirkungen wie Klingelton-Abos enthalten, spricht sich das meisten recht schnell herum.
Viele Apps nutzen Daten aus der GPS-Funktion, beispielsweise um die nächste Apotheke mit Notfallservice zu finden. Um möglichen Missbrauch mit den Standortdaten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die GPS-Funktion des Handys abzuschalten, solange man keinen entsprechenden Dienst nutzt. So können auch nicht ungewollt Standortdaten übertragen werden.