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Telefon & DSL

Wann lohnt sich ein Wechsel zur Telekom-Konkurrenz?

02.02.2012 14:26
Von Fritz Himmel
In immer mehr Orten haben Telefonkunden mittlerweile die Auswahl zwischen mehreren Telefongesellschaften, die einen kompletten Festnetz- und DSL-Anschluss anbieten. Ob sich ein Wechsel von der Deutschen Telekom zu einem alternativen Unternehmen lohnt, hängt jedoch auch vom eigenen Telefonverhalten ab.
Telefon DSL Telekom Verbraucherportal Biallo.de
Kündigt ein Verbraucher seinen Anschluss bei der Deutschen Telekom und wechselt vollständig zu einer anderen Telefonfirma, beendet er damit seine Geschäftsbeziehung zum Ex-Monopolisten. Die Rechnung für Anschluss und Verbindungen erhält er dann von seinem neuen Telefonpartner.
Günstigere Grundgebühren bei der Konkurrenz


Der häufigste Vorteil beim neuen Anbieter: Nicht nur die Anschlusskosten auch die Tarife für die Verbindungsminuten sind in der Regel günstiger. Wer gar ein Komplett-Paket aus Telefon/DSL-Anschluss plus jeweils einer Telefon- und/oder Internetpauschale (Flatrate) bei der Telekom-Konkurrenz bucht, zahlt dadurch meist rund zehn Euro im Monat weniger. Im Jahr lassen sich so über 100 Euro allein an diversen Grundgebühren einsparen.

Aktuelle Preisbeispiele: Die Deutsche Telekom bietet ihr Komplettangebot "Call&Surf Comfort" zur Zeit ab 34,95 Euro monatlich an. Das Paket beinhaltet einen Telefon- und DSL-16.000-Anschluss sowie eine Doppelflatrate für Internet und unbegrenzte Inlandstelefonate im Festnetz der Telekom. Konkurrenten wie O2/Alice, Vodafone oder Easybell berechnen für eine ähnliche Ausstattung nur 29,99 Euro im Monat und räumen zusätzlich meist noch Rabatte für die ersten Vertragsmonate ein. Vergleicht man im Februar 2012 allein die monatlichen Grundgebühren der einzelnen Wettbewerbsangebote, so müsste man über die jeweils gesamte 24-monatige Vertragslaufzeit bei der Telekom für "Call & Surf Comfort" 838,80 Euro, dagegen bei Vodafone im Tarif „Classic“ lediglich rund 550 Euro bezahlen. Ein deutlicher Unterschied.

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Nachteil: Kein Call-by-Call mehr möglich


Doch ein kompletter Anschlusswechsel birgt auch Nachteile. So ist bei den alternativen Gesellschaften die Nutzung der beliebten Call-by-Call-Methode nicht mehr möglich. Auch wenn alle Anbieter mit den Telefonpauschalen werben, so beschränken sich diese nur auf die Kosten für innerdeutsche Festnetzverbindungen. Zum Pauschalpreis addieren sich später noch die Gebühren für Telefonate in die deutschen Handynetze, ins Ausland und zu Servicenummern.

Zu allen Anrufzielen, die die Pauschale nicht beinhaltet, fallen dann die jeweiligen Minutenpreise des Anbieters an. Meist liegen hier die Tarife ins Ausland und zum Handy deutlich höher als bei den Call-by-Call-Tarifen, oft sogar um über 100 Prozent. So kostet bei O2/Alice und Versatel beispielsweise die Gesprächsminute zum deutschen Handy 22 Cent, bei Vodafone fallen mindestens 19 Cent an. Über Call-by-Call wären solche Verbindungen zur Zeit schon ab drei bis vier Cent möglich. Ähnliche Preisdifferenzen finden sich bei Auslandsverbindungen. Je nach Nutzerverhalten könnte sich so das vermeintliche „Grundgebühr-Schnäppchen“ später als Reinfall entpuppen. Vor einem Komplettwechsel – vor allem mit Vertragslaufzeiten von 24 Monaten – sollten also Telefonkunden ihr tatsächliches Telefonaufkommen an Hand ihrer früheren Rechnungen überprüfen und genau kalkulieren.

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Leserkommentare

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06.01.2011 15:03 Uhr
stefan: telefon & dsl
da hat biallo den nagel auf den kopf getroffen. besonders interessant bei der dt. telecom: alle brd-nachbarländer (österreich, schweiz, etc.) sind in der flatrate! gratis!
02.03.2009 07:29 Uhr
sigi kiener: ist interessant
Die Tochter in Amerika, mehrere Freunde in Tschechien mit denen man öfters telefoniert. Da bleibe ich lieber beim T-Com Anschluß mit 100 Minuten und nütze Pre-select.
Foto: Colourbox.com ID:2026
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