Beim Call-by-Call können Sie viel Geld sparen, manchmal aber auch kräftig draufzahlen. So ändern einige Anbieter ihre Tarife täglich, manchmal sogar mehrmals am Tag. Zwar sind durchaus manche Änderungen aus marktstrategischen Gründen notwendig, oft dienen die Tarifspielchen aber ausschließlich dazu, Telefonkunden in Kostenfallen zu locken.
Kostenfalle 2: Zur Geschäftszeit günstig, in der Freizeit teuer
Viele Kunden nutzen das Telefon hinsichtlich der
Kosten noch so, wie sie früher es gelernt haben: Tagsüber zur Geschäftszeit ist es teuer und abends und am Wochenende dann billiger. Dies haben auch einige clevere Anbieter erkannt und entsprechend ihre Tarifstruktur aufgebaut. So bieten sie zur teuren Geschäftszeit moderate Preise an und locken damit den Telefonkunden auf ihre Netzvorwahl. In der Nebenzeit steigt dann oft – anstatt wie vermutet billiger zu werden – der Preis um bis zu 200 Prozent an.
Kostenfalle 3: Der Trick mit dem Abrechnungstakt
Mit einem günstigen Minutenpreis werben, aber im teuren 3-, 4- oder gar 5-Minutentakt abrechnen, ist eine weitere beliebte Kostenfalle. Jeder angebrochene Abrechnungstakt muss voll gezahlt werden. Wenn Sie ein 30-Sekunden-Fax unbedacht über einen Anbieter mit 5-Minutentakt (300s) schicken, nur weil sie auf einen günstigen Minutenpreis achten, so zahlen Sie trotzdem hierfür volle fünf Minuten!
Kostenfalle 4: Telefonate ins Fest- oder Mobilnetz
Achten Sie bei Auslandsverbindungen darauf, ob Sie in ein dortiges Festnetz oder in ein Mobilnetz anrufen. Nicht immer ist dies einfach an der Nummer zu erkennen. Die Gebühren differieren oft deutlich! So können für einen Minute nach Thailand ins Festnetz nur 1,7 Cent anfallen, beim gleichen Anbieter ins dortige Mobilnetz aber über 1,60 Euro. Hier haben schon viele Telefonkunden „Lehrgeld“ gezahlt.