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07.06.2011 14:42

Verbraucher-Abzocke

Üble Tricks werden in der Telefonrechnung sichtbar

von
Telefonrechnung Abzocke Abo Falle Finanzportal Biallo.de
Telefonrechnung genau prüfen - Internetbetrüger rechnen auch auf diesem Wege ab
Rechnungen und Mahnungen wegen eines angeblich abgeschlossenen Abos zu schreiben - das war gestern. Die Abo-Abzocker von heute buchen das Geld direkt von der Telefonrechnung ab. Sich gegen diese Masche zu wehren ist für Verbraucher deutlich schwerer.
Eine Methode, Internet-Nutzer in die Abofalle zu locken, ist mit Hilfe eines Preisausschreibens. Auf der Website www.quizdienst.com wurde beispielsweise gefragt, was ein iPad ist. Um an dem Quiz teilzunehmen, mussten die Verbraucher neben der E-Mail-Adresse auch ihre Telefonnummer angeben. Ein vorheriger Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) warnt vor der Teilnahme: "Der Teilnehmer ist mit Abschluss des Vertrages verpflichtet, den Abonnementbeitrag von 9,99 EUR inkl. MwSt. zu zahlen. Der wöchentliche Abonnementbeitrag wird wochenweise der Telefonrechnung des Teilnehmers belastet".
Wer online persönliche Daten angibt, sollte deshalb immer genau die AGB lesen und davon unabhängig regelmäßig die Telefonrechnung überprüfen. Schließlich können wohlmeinende Verwandte und Freunde auf die schlechte Idee kommen, dem Glück ihrer Lieben so auf die Sprünge zu helfen.

Wer auf seiner Telefonrechnung unbekannte Posten wie „Beträge anderer Anbieter“ findet, sollte sofort bei der Telefongesellschaft und beim Anbieter schriftlich Einspruch einlegen. Gleichzeitig kann man eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen, die allerdings selten bis gar nicht die Beschwerdeführer über den Verlauf des Beschwerdeverfahrens informiert.

Abzocke über die Handy-Apps: Drittanbieter-Inkasso sperren


Eine weitere perfide Methode: Die Abofalle wird in eine beliebte Handy-App integriert, zum Beispiel in den schnurrenden Kater Tom. Doch wenn Sie versehentlich auf eines der Werbebanner klicken, die neben Kater Toms Kopf leuchten, kann schon ein Abo zustande gekommen sein. Monatliche Kosten: zwischen drei und 60 Euro.

Das Problem: Um die Entwicklungskosten für ihre Anwendung erstattet zu bekommen, vermarkten einige Firmen Werbeflächen in ihren Apps. Und diese werden eben nicht nur von seriösen Anbietern in Anspruch genommen. Auch hier erfahren die meisten Handy-Kunden erst über die Telefon-Rechnung von ihrem Abo.

Wer auf diese Art abgezockt wird, sollte sofort das Inkasso für Drittanbieter über seinen Handy-Betreiber sperren lassen. Nicht zu empfehlen ist eine Rückbuchung durch die Bank. Im schlimmsten Fall wird dann gleich die Sim-Karte gesperrt.
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
13.11.2010 00:21 Uhr - von Till Wollheim
Es gibt keine "Danebengriffs-Verträge"
Wenn man bei seinem Handy auf eine Taste drückt und dadurch soll ein Vertrag zustande kommen, so ist das höchstens eine Beweisproblematik aber keine rechtliche Folge!! Verträge setzen Wissen und Wollen voraus. Till
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