Oft erfahre ich auch in meinem Bekanntenkreis von jungen Leuten, dass sie ihre spätere Situation einerseits durchaus realistisch sehen, auf der anderen Seite mit der Umsetzung einer privaten Vorsorge aber mental überfordert sind. Und die aktuelle Finanzkrise trägt hier auch nicht gerade zur Beruhigung bei.
Da niemand weiß, wie alt er wirklich einmal wird, halte ich zur Absicherung im Alter vor allem ein sicheres monatliches Einkommen per Rente für sinnvoll. Die Statistiken belegen seit Jahren, dass die Menschen immer älter werden. Und es ist ein Unterschied, ob das angesparte Kapital 10, 20 oder 30 Jahre reichen muss. Je älter man wird, desto besser erweist sich die Entscheidung für die Rente: Die Überweisungen erfolgen nämlich auch dann noch, wenn die gezahlten Renten die entrichteten Beitragszahlungen wertmäßig übersteigen. Anders als bei der Vorsorge über normale Sparkonten hat eine private Rentenversicherung also den Vorteil, dass einem das Geld im Alter nicht plötzlich ausgehen kann.
Je früher, desto effektiver
Ich rate daher, bei der Ermittlung seines Vorsorgebedarfs auch die voraussichtliche Länge der Rentenphase realistisch einzuschätzen. Dabei gilt: Je früher ein Vorsorgewilliger mit dem Vermögensaufbau beginnt, desto effektiver. Dann braucht er insgesamt weniger anzusparen, um im Alter auf einen ansehnlichen Kapitalstock zurückgreifen zu können – der Zinseszinseffekt macht’s möglich. Jedes Jahr, um das die Altersvorsorge auf die lange Bank geschoben wird, muss man teuer bezahlen.
Aktives Handeln ist also durchaus gefragt – aber kein vorschnelles! Denken Sie immer daran: Es geht um Ihr Vermögen und Ihre eigene finanzielle Zukunft. Je wichtiger die Entscheidung ist, und dazu gehört die Altersvorsorge, desto mehr Zeit sollte man sich nehmen und sich vorher genau informieren. Die Angebote am Markt sind nicht alle gleich attraktiv und können später bis zu 1.000 Euro jährlich an geringerer Rentenzahlung ausmachen. Unsere
Übersichten helfen Ihnen dabei.