Die Bedeutung der Altersvorsorge ist den meisten bewusst, doch viele scheitern dann an der konkreten Umsetzung. Kann ich gut verstehen. Viele Produkte sind kompliziert, die Berater sind oft nicht wirklich objektiv und selbst den schlauen Experten und Professoren im Fernsehen ist nicht immer zu trauen, stehen nicht wenige doch heimlich auf der Gehaltsliste von Unternehmen und betreiben geschickt Lobby-Arbeit.
Tatsache ist immer noch: Es gibt in Deutschland kein einfaches und für jeden geeignetes Altersvorsorgeprodukt. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sind für viele Vorsorgesparer dennoch die staatlich geförderten Angebote. Doch auch hier heißt es, zuerst genau die Förderbedingungen und Regularien durchlesen und dann prüfen, ob es für einen selbst sinnvoll ist. Wo sind die Vorteile für mich, wo die Nachteile? Hier muss Zeit investiert werden, denn es geht ja um die eigene Zukunft. Viele checken wochenlang den Automarkt, wenn sie sich einen neuen Wagen zulegen möchten, aber für ihre Altersvorsorge wollen sie nicht einmal einen oder zwei Tage reservieren.
Nehmen wir zum Beispiel die Rürup-Rente. Wem die Bedingungen passen und wer zur richtigen Zielgruppe gehört, kann bestens davon profitieren. Gerade Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende, die dauerhaft gut verdienen, fahren mit einer Rürup-Rentenversicherung besonders gut. Für sie ist es ein lukratives
Steuersparmodell und Altersvorsorge in einem. Aber auch hier muss man sich beispielsweise im Klaren sein: Während der Ansparphase kommt man nicht mehr an sein angelegtes Geld ran. Hängt die eigene Firma kurzfristig in der Schieflage, kann man sein Rürup-Angespartes dafür nicht anzapfen. Wer mit solchen Fakten leben kann und sich am Markt den richtigen Anbieter aussucht, ist hier – vor allem durch die hohen Steuerboni - durchaus gut aufgehoben.
Mein Rat daher: Konfrontieren Sie sich ernsthaft, aber nehmen Sie sich auch hier die notwendige Zeit! Und unterschreiben Sie nur etwas, wenn Sie es auch verstanden und für sich richtig eingeordnet haben.