Zwar scheinen die Jahr für Jahr verkündeten hohen Abschlusszahlen eine Erfolgsgeschichte zu belegen, zugleich sinkt das Ansehen jedoch mit der regelmäßigen Bekanntmachung der nicht abgerufenen Zulagen. Wie jüngst im
‚Vorsorgeatlas Deutschland‘ dokumentiert verschenkten Riester-Sparer auf diese Weise 2008 rund 1,3 Milliarden Euro.
Unkompliziert ist es für Verbraucher in der Tat nicht, sich den Weg durch die Förderbedingungen und das Angebotsdickicht zu bahnen. Wenn denn die Mühe immerhin belohnt würde. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung scheint dies häufig nicht der Fall zu sein. Demnach müssen Sparer oft uralt werden, damit sich die Vorsorgeform rentiert.
Und nun? Gar nicht mehr vorsorgen? Wer später nicht erheblich kürzer treten möchte, kommt um die Altersvorsorge nicht herum. Von der Immobilie bis zur Privatrente sollte man sich über alle möglichen Formen gründlich informieren und die individuell passende heraussuchen.
Für jeden ist die Riesterrente eben nichts. Und Verbesserungspotential gibt es sicher. Aber sie pauschal abzulehnen, wäre falsch, denn die Rendite schwankt von Vertrag zu Vertrag und je nach persönlichen Voraussetzungen erheblich. Und sie hängt natürlich auch davon ab, ob man die staatlichen Zulagen abruft. Riester-Sparer, die dies bislang versäumt haben, können dies bis zum Jahresende noch rückwirkend bis 2009 nachholen.