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10.08.2011 13:51

Wird es doch schlimmer, als wir denken?

von
Neulich habe ich mal wieder die Prognosen der Deutschen Rentenversicherung Bund zum allgemeinen Rentenniveau gelesen. Diese Angaben beziehen sich in der Regel immer auf einen sogenannten „Standardrentner“. Das ist eine fiktive Person, die 45 Jahre lang das Durchschnittseinkommen von etwa 30.000 Euro pro Jahr verdient und während dieser Zeit die entsprechenden Beiträge in die Rentenversicherung einzahlt. Geht dieser Beitragszahler dann in die gesetzliche Altersrente, so kann er in den westlichen Bundesländern mit 1.224 Euro, im Osten mit 1.086 Euro monatlicher Altersrente rechnen.
Fritz Himmel Finanzportal Biallo.de
Fritz Himmel, Biallo.de
Doch die Realität unterscheidet sich meist erheblich von der Fiktion. Welcher Arbeitnehmer dürfte es heute noch schaffen, ununterbrochen 45 Jahre zu arbeiten? Statistisch gesehen sind beispielsweise nur noch vier von zehn Männern so lange erwerbstätig, bei den Frauen sollen es sogar nur ganze vier Prozent (!) sein. Nimmt man diese Werte, so kommt man plötzlich in Westdeutschland nur noch auf eine Durchschnittsrente von 697 Euro (Männer etwa 970 Euro, Frauen 473 Euro). Das sind dann schon ganz andere Zahlen.

Nach einer weiteren Berechnung braucht ein Durchschnittsverdiener ungefähr 27 Jahre, um später auf 627 Euro Rente zu kommen. Damit pendelt er sich auf das heutige Niveau von Hartz-IV-Bezieher und der Grundsicherung im Alter ein. Keine rosigen Aussichten. „Um eine Rente über Sozialhilfeniveau zu bekommen, muss man heute 28 Jahre gearbeitet und Beiträge in Höhe des Durchschnittsverdienstes gezahlt haben“, prognostiziert denn auch Achim Backendorf, Leiter der Abteilung Sozialpolitik beim Sozialverband VdK Deutschland.

Auch wenn es vor allem Geringverdienern schwer fällt: Jeder sollte sich Gedanken über seine Rentenzeit machen und daher bereits relativ früh eine sinnvolle Altersvorsorge aufbauen. Dies ist über eine betriebliche sowie staatlich geförderte und/oder private Anlageform möglich. Auch kleine Beträge führen – über einen langen Zeitraum hinweg – zu einem großen Ziel. Das sollten sich besonders jene bewusst machen, die jetzt noch gar nicht an Altersvorsorge denken wollen.
Leserkommentare
23.08.2011 09:58 Uhr - von Erwin Meyer
krtisch?
@ kritischer LEser Na ja - wenn amn 30 T€ Rente bräcuhe würde das ebdeuten, dass die Inflation 30% beträgt? Wenn dem so wäre dann würde aber auch die Löhne um 30% steigen (sonst klappt das nämlich mit der Inflation nicht - damit dann auch die Renten um 30% die Mieten und die Zinsen usw. - also das "Problem" hat nur der der Bargeld hat und das für seine Rente verzehren will
19.08.2011 10:38 Uhr - von Kritischer Leser
Weniger Optimismus
Wenn man aber eine Rente unter Hartz - Niveau bekommt weil man nie viel verdiente und Fehlzeiten hatte dann sollte man sich auch drauf gefasst machen das man später mit der Zusatzrente eventuell auf Hartzniveau kommt, aber das man dafür dann keinen Zuschuss mehr zum Minimum bekommt. Man soll es sich also heute vom Mund absparen für nichts! Und wie sieht es überhaupt aus mit der Inflation. Was bleibt denn in 20 - 30 Jahren von dem Geld das heute wo man es einzahlt noch was wert ist? Wer sagt denn das man in 20 - 30 Jahren nicht eine Rente von 30.000 € braucht um leben zu können und dann sind die Beiträge von heute eh verbrannt.
18.08.2011 16:30 Uhr - von Erwin Meyer
Die Statistik hinkt
Hier werden2 Faktiren vermischt die zu einem Problem führen. a) nur 40% zahlen 45 Jahre ein Richtig - ein Grund sind aber vermehrte längere AUsbildung (Studium etc.) b) Das durchschnittsbrutto von 30 T€ Diejenigen der 40% die wegen der besseren und längeren Ausbildung nicht 45 Jahre einzahlen werden in der Einzahlungszeit deutlich mehr als DS 30 T€ verdienen. Das Problem bleibt bei schlecht qualifizierten mit Zeiten der Arbeitslosigkeit. Das sind aber nicht diese Massen die zu einem so großen Problem führen
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