
Vorsorge ist für Anleger wieder ein wichtigeres Thema
Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise war auch das Interesse der Bundesbürger an privater Altersvorsorge erlahmt. Nun gibt es offenbar wieder eine Trendwende: Die Bereitschaft zur Beschäftigung mit privater Altersvorsorge ist erstmals seit dem zweiten Quartal 2008 wieder angestiegen.
Mit dem Börsen- und dem erwarteten Wirtschaftsaufschwung findet bei den Menschen offenbar ein Umdenken bei der Altersvorsorge statt. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment aus dem letzten Quartal 2009. Aktuell halten es 72 Prozent der Anleger (Vorquartal: 68 Prozent) für notwendig, sich mit privater Altersvorsorge zu beschäftigen. Damit stieg das Bewusstsein für das für viele Bürger leidige Thema erstmals seit dem zweiten Quartal 2008 wieder an.
Lücke zwischen Theorie und Praxis
Vorsorge für nötig erachten ist das eine, sich dann auch wirklich darum zu kümmern das andere. Gerade junge Menschen in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen halten es überdurchschnittlich viele (79 Prozent der Befragten) für nötig, sich mit dem Thema private Vorsorge zu beschäftigen. Im Vorquartal waren es nur 71 Prozent. Doch trotz dieses Bewusstseins haben sich tatsächlich erst deutlich weniger mit dem Thema auch wirklich auseinander gesetzt: Der Wert liegt bei 63 Prozent und damit deutlich unter dem Durchschnitt von 71 Prozent über alle Altersgruppen.