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21.11.2011 13:42

Schwerpunkt Riesterrente

Rentenlücke um ein Drittel verringern

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Pflichtversicherte, die ausschließlich auf die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) setzen, können mit diesem Altersvorsorgebaustein allein durchschnittlich nur rund 35 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen. Riester-Sparer hingegen haben bereits heute eine um ein Drittel geringere Rentenlücke als Menschen ohne eine private Vorsorge.
Altersvorsorge Riester-Sparen verkleinert die Rentenlücke um ein Drittel
Vorsorgen lohnt sich - Riester ist eine Methode, seine Rentenlücke zu verkleinern
Das sind einige der zentralen Ergebnisse des diesjährigen „Vorsorgeatlas Deutschland", der vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag der Fondsgesellschaft Union Investment erstellt wurde. In der Studie wurde untersucht, welchen Beitrag die Riester-Rente zur Verkleinerung der Rentenlücke bereits heute leistet und wie hoch die Beantragung und Ausschöpfung der Zulagen im Beitragsjahr 2008 ausgefallen ist.

Riester-Sparer verschenken 1,3 Milliarden Euro Zulagen


Das Potenzial der staatlich geförderten Riester-Rente wird im Vergleich zu den Vorjahren zwar besser, aber immer noch nicht voll genutzt: Für das Jahr 2008 haben fast 77 Prozent der Riester-Sparer die staatlichen Zulagen beantragt – immerhin die höchste Quote seit Einführung der Riester-Rente. Von ihnen erhielten 61,8 Prozent die volle Fördersumme. Trotzdem verschenkten die Zulagenberechtigten im gleichen Jahr noch immer rund 1,3 Milliarden Euro an Förderung – weil sie die Zulagenanträge nicht stellten (853 Millionen Euro) oder zu geringe Eigenbeiträge leisteten, um die volle Förderung zu kassieren (rund 470 Millionen Euro).
Vergleich fondsgebundene Riester-Rente
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Insgesamt sollten die Bundesbürger im Rahmen der Altersvorsorge mindestens 60 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen können, so die Meinung der Studienautoren. Im historischen Durchschnitt leistet die GRV für den sogenannten Eckrentner – das ist gemäß dem theoretischen Konstrukt ein Durchschnittsverdiener, der 45 Jahre lang Beiträge geleistet hat – eine Bruttoersatzquote von etwa 50 Prozent. Allerdings sanken die Leistungen der GRV aufgrund von demografisch bedingten Reformen in den vergangenen zehn Jahren ab. Die Analyse der tatsächlich durch die GRV zu erwartenden Zahlungen zeigt, dass die Pflichtversicherten - also nicht der Eckrentner - damit heute jedoch nur noch durchschnittlich rund 35 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen können. Menschen mit einer Riester-Rente hingegen haben bereits heute eine um ein Drittel geringere Rentenlücke: Sie erhalten rund 40 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Bei einer vollen Nutzung der Riester-Rente wäre sogar noch mehr möglich.
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Manche Vorsorgesparer zahlen später drauf

Auffällig ist, dass Frauen die Riester-Rente besser nutzen als Männer. Sie beantragten und erhielten häufiger die volle Zulage als Männer und erzielten eine höhere Ausschöpfungsquote. Im Hinblick auf das Einkommen zeigt die Studie, dass die Zulagen umso häufiger gekürzt wurden, je höher das Einkommen der betreffenden Person war. Nur 55 Prozent der Riester-Sparer mit einem Jahreseinkommen von mehr als 50.000 Euro bekamen die vollen Zulagen. In der Einkommensklasse von 10.000 bis 20.000 Euro waren es hingegen 71,5 Prozent.

Derzeit erhalten Riester-Sparer eine Grundzulage von 154 Euro. Für jedes Kind gibt es 185 Euro, beziehungsweise 300 Euro für Kinder, die ab dem Jahr 2008 geboren wurden. Der notwendige jährliche Eigenbeitrag beträgt vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens, maximal 2.100 Euro. Zahlen die Riester-Sparer weniger Beiträge, werden ihre Zulagen anteilig gekürzt.

Tipp: Die Riester-Zulagen können noch zwei Jahre nach Ende des jeweiligen Beitragsjahres beantragt werden. Ende 2011 läuft daher die Frist zur Beantragung der Zulagen für 2009 ab. Wer das noch nicht getan hat, sollte sich auf jeden Fall in den nächsten Wochen noch darum kümmern.
Leserkommentare
21.11.2011 18:14 Uhr - von Alexander Höge
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