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Unzureichende Bedarfsanalyse

Eine große Schwachstelle ist nach Auffassung des Instituts die Bedarfsanalyse. „Die persönliche und finanzielle Situation der Kunden wurde von den Beratern häufig zu oberflächlich analysiert. Genaue Kenntnisse sind aber eine Voraussetzung für eine passgenaue Rentenberatung“, so Servicefachmann Hamer. Andererseits überzeugten die Bankmitarbeiter durch sehr gute Kommunikationsqualität, insbesondere die Freundlichkeit sei vorbildlich gewesen. Allerdings schaffen es die Berater nicht immer, die komplexen Inhalte allgemeinverständlich zu erklären. Daran haperte es bei jeder vierten Beratung, da viel zu oft Fachwissen bei den Kunden vorausgesetzt wurde.

Frauen haben Nachholbedarf

Da Frauen im Durchschnitt nur knapp halb so hohe gesetzliche Rentenansprüche wie Männer erwerben, ist für diese Bevölkerungsgruppe private Altersvorsorge unerlässlich. So erhielten Frauen im Jahr 2008 in den alten Bundesländern im Schnitt nur 473 Euro Altersrente, ostdeutsche Frauen bekamen 676 Euro. Eine sichere und gut kalkulierbare Vorsorgeform ist die private Rentenversicherung. Klassische Policen bieten garantierte Mindestverzinsung von 2,25 Prozent sowie die Beteiligung an den Überschüssen der Versicherer. Unterm Strich verzinsen die Gesellschaften das Sparkapital der Sparer aktuell mit überdurchschnittlichen 3,5 bis 4,5 Prozent. Demgegenüber stehen allerdings hohe Abschlusskosten. Um diese zu relativieren, sollten Vorsorgesparer ihre Verträge nicht schon nach wenigen Jahren wieder kündigen.

Positiv: Privatrenten zahlen grundsätzlich lebenslang, bei Vereinbarung einer Rentengarantiezeit eventuell auch über einen frühen Tod des Versicherten hinaus – davon profitieren Angehörige. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der höheren durchschnittlichen Lebenszeit gegenüber Männern sind lebenslange Rentenzahlungen für Frauen besonders wichtig. Frauen, die monatlich 100 Euro einzahlen, können bei guten Gesellschaften nach 35 Sparjahren mit gut 200 Euro Rentengarantie rechnen. So beträgt die garantierte Monatsrente bei Cosmos Direkt 205 Euro, bei der Europa Versicherung 203 Euro, bei der WGV Versicherung 201 Euro und bei der Hannoverschen Leben 200 Euro. Dazu addieren sich die Überschüsse der Versicherer, so dass die prognostizierte Rentenleistung in der Regel deutlich höher liegt. Betrachtet man nur die Prognoseleistung ergibt sich in der Reihenfolge ein anderes Bild. Es führt die Europa Versicherung mit 378 Euro Monatsrente vor Cosmos direkt mit 375 Euro und der Hannoverschen mit 373 Euro. Auf den Plätzen folgt die WGV mit 327 Euro.
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