Deutschlands größter Lebensversicherer, die Allianz, hat die Überschussbeteiligung gesenkt. Viele andere Unternehmen dürften nachziehen. Das betrifft auch die privaten Rentenpolicen. Doch noch ist die Verzinsung attraktiv.
Darauf wartet die Branche jedes Jahr mit Spannung: Was macht Deutschlands größter Lebensversicherer, die Allianz? Der Marktführer gilt als wegweisend für viele andere Unternehmen. Insofern dürfen sich Versicherungskunden auf breiter Front auf sinkende Überschüsse einstellen. Denn die Allianz hat die Überschussbeteiligung erstmals seit sechs Jahren von 4,5 auf 4,3 Prozent gesenkt: „Mit der Anpassung der einzelnen Komponenten der Überschussbeteiligung haben wir auf die Erfordernisse des niedrigen Zinsumfelds reagiert“, sagt Allianz-Leben-Chef Maximilian Zimmerer. Zur laufenden Verzinsung zahlt die Allianz am Ende der Vertragslaufzeit noch einen Schlussanteil von 0,35 Prozent und beteiligt die Kunden mit 0,3 Prozent an den Bewertungsreserven, so dass sich für 2010 eine Gesamtverzinsung der Sparanteile von mindestens 4,95 Prozent (2009: 5,10 Prozent) ergibt. Die Überschussbeteiligung beeinflusst die Auszahlung der Kapitallebensversicherungen ebenso wie die Höhe der Privaten Renten.