Startseite | RSS | Mobil | Inhalt |
Mittwoch, 23.05.2012 19:58 Uhr
Newsletter:
Suche:
Biallo.de - Das Verbraucherportal für private Finanzen
Artikel bewerten:
Startseite > Versicherungen > Arztbesucherumfrage
auf Facebook teilen
Twittern
08.09.2011 17:15

Arztbesucherumfrage

Mit Erfolg zu einem der raren Facharzttermine kommen

von
Lange Wartezeiten bis zu einem Arzttermin sind ein Ärgernis. Nun erwägt Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), per Strafandrohung Kassenpatienten zu einem raschen Termin zu verhelfen. Was können Patienten bereits jetzt tun, wenn die Sprechstundenhilfe auf stur schaltet?
Krankenversicherung Arztbesuch Termin Arzttermin Finanzportal Biallo.de
Kurzfristig einen Termin beim Arzt bekommen - nicht immer klappt das problemlos
„Bei uns gibt es leider in den nächsten Monaten keine freien Termine mehr“ – das hörte im letzten Jahr immerhin jeder siebte gesetzlich und jeder elfte privat Versicherte. Das ist ein Ergebnis der Arztbesucherumfrage 2011, die im Auftrag des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen durchgeführt wurde.

Direkt ins Krankenhaus?

Im Notfall können sich Patienten auch direkt im Krankenhaus behandeln lassen. Wer also beispielsweise Brustschmerzen hat und befürchtet, dass etwas mit dem Herz nicht stimmt, könnte sich vom Ehepartner oder von Freunden direkt in die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses fahren lassen.

Kein Problem für gesetzlich Versicherte: „Wer Schmerzen hat, kann direkt die Ambulanz des Krankenhauses aufsuchen, wenn keine Zeit mehr ist, den Hausarzt anzurufen“, sagt Ann Marini vom GKV-Spitzenverband. Auch wenn sich nachher – glücklicherweise – herausstellen sollte, dass gar kein Notfall vorlag, übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Wichtig ist allerdings: Jeweils bei der ersten Inanspruchnahme einer Notfallbehandlung muss die Praxisgebühr von zehn Euro gezahlt werden. Wer in einem Quartal gleichzeitig die normale ambulante ärztliche Versorgung und die Notfallversorgung in Anspruch nimmt, muss damit insgesamt 20 Euro Praxisgebühr zahlen.

Kein Problem für privat Versicherte: „Unsere Versicherten können sich im Notfall auch direkt im Krankenhaus untersuchen lassen“, sagt Christian Arns von der Debeka. Wenn es sich „um einen Fehlalarm“ handelte, hat das keinerlei Konsequenzen. „Das ist ja dann ein Ausschluss einer Krankheit oder einer Indikation“, sagt Arns. „Es gibt allerdings auch in der PKV Hausarzttarife“, so Stephan Caspary vom Verband der privaten Krankenversicherung. Wer einen solchen Tarif abgeschlossen hat, kann natürlich auch sofort im Krankenhaus vorsprechen. Falls sich dann jedoch herausstellt, dass es sich keinesfalls um einen Notfall handelte, werden die Kosten der Untersuchung im Krankenhaus unter Umständen nicht voll übernommen.
Vergleich Private Krankenversicherung
Hier klicken und Ihren persönlichen Tarif berechnen
Sämtliche Angaben ohne Gewähr
Wähle 112

Johanna de Haas, Ärztin und Mitarbeiterin der Unabhängigen Patientenberatung in Gießen, hält ohnehin wenig davon, dass Patienten, die ernsthafte Symptome haben, auf eigene Faust die Notfallambulanz eines Krankenhauses aufsuchen. „Wenn ich beispielsweise Brustschmerzen habe und befürchte, es könnte ein Herzinfarkt sein, gibt’s überhaupt keine Diskussion: Dann rufe ich 112. Und dann werde ich gegebenenfalls mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren und zwar direkt an die richtige Stelle.“
Lesen Sie auch:

Krankenversicherung
Was leisten Zahnzusatzpolicen?

Druck auf den Facharzt

Häufig sind die Symptome aber unklarer und es geht wirklich darum, zunächst einen Facharzttermin zu bekommen. Wenn bei gravierenden Beschwerden kein Termin in angemessener Zeit vergeben wird, rät de Haas: Zunächst einmal sollte man sich mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen. „Der soll dann beim Facharzt anrufen und die Dringlichkeit schildern. Der Arzt kann mit viel mehr Nachdruck kurzfristig einen Termin verlangen.“

Und wenn auch das nicht klappt, sieht die Ärztin als letzte Lösung: „Sie gehen einfach zu dem benötigten Facharzt, schildern Ihre massiven Beschwerden und bestehen auf einer Untersuchung. Wenn das Praxispersonal dann versucht, Sie wegzuschicken, können Sie darauf verweisen, dass das unterlassene Hilfeleistung ist – und das wäre strafbar.“
Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
17.11.2011 02:53 Uhr - von G. Wieland
Strafbar macht sich ein Arzt
wenn er einen Notfall nicht behandelt. Nicht wenn er einen dringenden Terminwunsch wegen Überlastung nicht erfüllen kann. MfG
23.07.2011 11:32 Uhr - von Rainer Daumann
Systemwechsel
Nur auf den ersten Blick erscheinen Ihre Vorschläge geeignet, das Problem zu lösen. Es gibt seitens der niedergelassenen Ärzteschaft eine Institution, die den Auftrag hat, die medizinische Versorgung im ambulanten Bereich sicher zu stellen. Dies ist die Kassenärztliche Vereinigung (kurz KV). Leider wurden durch Budgetierung und durch Fallpauschalen falsche Anreize für niedergelassene Ärzte gesetzt. Ein niedergelassener Arzt erhält (je nach Fachdisziplin) zwischen 20 und 40 Euro pro Patient einmalig in 3 Monaten (!). Folglich sind Patientin, die Ihn häufiger aufsuchen nicht attraktiv. Durch die Budgetierung auf der anderen Seite lohnt sich Leistung nicht mehr, da der Arzt die Mehrarbeit nicht bezahlt bekommt. Insgesamt eine unbefriedigende Situation, auf die Ärzte mit einer entsprechenden Terminpolitik antworten. Dies scheint notwendig, da mittlerweile viele Ärzte, die nicht so handeln ihre Praxis schließen mussten. Vor 20 Jahre, als Ärzte nicht derartigen Zwängen unterlagen, bekamen Patienten zügiger Termine. Nun schlagen Sie vor, dass sich die Patienten, die keinen Termin beim Facharzt bekommen, sich durch den Hausarzt (HA) vermitteln lassen sollen. Das ist von einem HA, der auch den o.g. Reglementierungen unterliegt wohl kaum zu bewältigen (Stichwort: 5-Minuten Medizin). Auch Ihr zweiter Vorschlag, die Ambulanzen der Krankenhäuser zu nutzen, sollte differenziert betrachtet werden. Krankenhäuser (KH) haben enorme Probleme Stellen zu besetzen, so dass auf Grund des Personalmangels auch in den Ambulanzen kaum Zeit für Patienten besteht. Wartezeiten von mehreren Stunden sind hier bereits jetzt die Regel. Gleichzeitig trifft man als Patient in den Ambulanzen meist auf einen ärztlichen Anfänger. Ein Facharzt ist hier nicht zu erwarten. Entsprchend unbefriedigend sind Diagnose und Therapie. Wenn ferner nur 5% der Patienten Ihrem Vorschlag zum Aufsuchen der Ambulanzen der KH folgen, werden diese nicht mehr in der Lage sein, das Patientenaufkommen zu bewältigen. Das Problem bleibt also. Die Lösung kann nicht darin bestehen, die Fehler des KV-Systems in die Krankenhäuser zu verlagern. Dazu sind die KH auch nicht in der Lage. Zur dauerhaften Lösung des Problems sind die Patienten gut beraten, wenn sie versuchen die Ursache des Problems anzugehen: Wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen und Erfahrungen primär an die zuständigen KV (ggf. auch am Ihre Krankenkasse). Machen Sie den Entscheidern des Gesundheitswesens deutlich, dass Sie System wünschen, in dem Sie als Patient schnell und gut behandelt werden. Das ist Ihr gutes Recht.
19.07.2011 19:57 Uhr - von Hermann Schulze
Arzt-Termine als GKV-Versicherter
Ich bin seit 1960 bei der AOK versichert, und habe bei meinen Ärzten keine Schwierigkeiten. Erst unlängst brauchte ich die Hilfe eines HNO-Arztes: Termin binnen 3 Tagen! Und beim Vergleich der Beitrags-Tarife der PKV mit denen der GKV inklusive der Arbeitgeberanteile kassieren die Gesetzlichen von ihren Versicherten nämlich ähnlich hohe Beiträge wie die Privaten! Die GKV verlagert das Ausfall-Risiko auf die Ärzte, während die PKV es auf die Versicherten abwälzt. Bei der PKV werden längst nicht alle Arzt-Honorare auch erstattet! Das erzählen Sie Ihren Lesern allerdings nicht!
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffernfolge hier eingeben:
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Colourbox.com ID:5717
Nach oben
Anzeige

Biallo präsentiert

Anzeige
congstar 9 Cent Tarif
WasWannWie ich will: 9 Cent pro Minute und SMS in alle deutschen Netze. Tarifoptionen jederzeit flexibel zu- und abbuchen. Ohne Vertragslaufzeit wählbar.

Jetzt informieren ...
Anzeige

Neu im Biallo-Blog

Mit dem Tarifabschluss in der Metallindustrie ist es endgültig klar: 2012 wird das Jahr der happigen Lohnsteigerungen. Und erfahrungsgemäß wirken Tarifabschlüsse, die weit über die aktuelle Teuerungsrate hinausgehen... zum Blog

Kolumne von Horst Biallo

Horst BialloDie Teuerungsrate in Deutschland liegt derzeit bei 2,1 Prozent. Ein Wert, der für Anleger wichtig ist: Wird das angelegte Kapital langsam aber sicher aufgezehrt - oder erzielen die Rücklagen auch in Zeiten niedriger Zinsen einen Zuwachs? ... mehr
Anzeige
PKV
Private Krankenversicherung
Mit dem Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung können Sie viel Geld sparen und Ihre Versorgung verbessern. Lassen Sie sich jetzt unverbindlich und kostenlos ein Angebot erstellen.
Angebot anfordern
.
© 2012 Biallo & Team GmbH