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14.01.2009 08:00

Bankauszahlplan

Langfristig nicht geeignet

Langfristig nicht geeignet
Soll Vermögen in eine Zusatzrente umgewandelt werden, bieten sich neben Rentenversicherung und Fondsauszahlplan auch Auszahlpläne von Banken und Sparkassen an. Für wen lohnt die Bankrente?

Was ist ein Banksauszahlplan?

Beim Banksauszahlplan wird das verfügbare Kapital auf ein Sparkonto bei der Bank eingezahlt. Diese legt das Geld an und zahlt dafür Zinsen. Der monatliche Auszahlplan speist sich aus den Zinsen und – wenn gewünscht – aus dem Kapitalstock. Die Länge des Auszahlplans legt der Kunde fest. Bei den meisten Banken gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die gebotenen Zinsgutschriften. Aber: Bankauszahlpläne laufen selten unbegrenzt. Meist endet die Verrentung nach 20 oder 25 Jahren. Die Höhe der monatlichen Rente hängt entscheidend davon ab, ob das angelegte Kapital mit verrentet werden soll oder nicht. Bei Kapitalverzehr sind die regelmäßigen Leistungen deutlich höher als wenn nur die Zinsen ausgezahlt werden. Allerdings: Bei der reinen Zinsvariante benötigt man ein sehr hohes Grundkapital, damit eine spürbare Monatsrente erreicht wird. Werden zum Beispiel 50.000 Euro mit 3,5 Prozent verzinst, so ermöglicht dies lediglich eine Brutto-Zinsrente von monatlich 145 Euro. Positiv: Gebühren fallen in der Regel keine an. Die Bank lebt davon, dass sie eine höhere Rendite am Kapitalmarkt erzielt, als sie an den Kunden auszahlt. Die zu erwartende Rendite richtet sich nach dem Kapitalmarktzins. Im Schnitt sind drei bis vier Prozent realistisch, manchmal auch mehr.

Für wen eignet er sich?

Bankrenten sind etwas für sicherheitsorientierte Senioren. Sie empfehlen sich wegen ihrer geringen Renditen eher für kürzere Zeiträume, zum Beispiel, wenn wenige magere Jahre im Vorruhestand zu überbrücken sind.

Wie hoch ist das Risiko?

Der Auszahlplan selbst beinhaltet keine Risiken. Die Bank garantiert regelmäßige Zahlungen und Kapitalsicherheit. Wird das Vermögen verrentet, besteht allerdings die Gefahr, dass der Sparplan schneller endet als das eigene Leben. Dann dürfte es in vielen Fällen eng werden mit den Finanzmitteln für den Lebensunterhalt. Daher gilt: Laufzeit des Auszahlplans großzügig kalkulieren; nicht das gesamte Vermögen verrenten! Stirbt der Begünstigte frühzeitig, geht das Restvermögen auf Angehörige über.

Wie hoch ist die Steuerlast?

Die jährlichen Zinsen unterliegen der vollen Besteuerung. Der Steuersatz richtet sich nach dem individuellen Einkommensteuersatz.

Infos zu Ausstieg und Kündigung

Bankauszahlpläne sind nur in Ausnahmefällen und mit hohen Stornogebühren kündbar.
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Foto: Thomas Lohnes / ddp ID:2299
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